Zeillers Fledermausfarn (Chiropteris zeilleri)

Chiropteris zeilleri: Prähistorisches Pflanzenfossil der Triaszeit

Fossile Überreste der ausgestorbenen Pflanzenart Chiropteris zeilleri bieten Forschern wichtige Erkenntnisse über die triassische Flora. Diese Art ist vor allem durch gut erhaltene Abdrücke von Blättern bekannt, die in mesozoischen Gesteinsschichten entdeckt wurden. Die Benennung ehrt den bedeutenden französischen Paläobotaniker René Zeiller für seine Beiträge zur Erforschung fossiler Pflanzen.

Die genaue systematische Zuordnung dieser fossilen Reste innerhalb der Pflanzengruppe bleibt Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Funde dieser Art helfen Forschern, die Vegetationszonen der geologischen Vergangenheit besser zu rekonstruieren.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Pteridophyta
  • Unterklasse Polypodiidae
  • Ordnung Gleicheniales
  • Familie Dipteridaceae
  • Gattung Chiropteris (Fledermausfarn)
  • Art Chiropteris zeilleri (Zeillers Fledermausfarn)

Morphologie

Die Morphologie von Chiropteris zeilleri ist hauptsächlich durch die versteinerten Blattstrukturen dokumentiert. Zu den markantesten physischen Merkmalen gehören:

  • Blattform: Die Blätter zeigen eine breite, fächer- oder handförmige Gestalt mit welligem oder leicht eingeschnittenem Rand.
  • Nervatur: Die Blattadern verlaufen ausgehend von der Basis strahlenförmig und weisen charakteristische Netzstrukturen (Anastomosen) auf.
  • Blattstiel: Fundstücke zeigen Ansätze eines kräftigen Stiels, der die breite Blattspreite trug.

Aufgrund des Alters der Fossilien sind zelluläre Details wie Spaltöffnungen oder die Dicke der Cuticula nur in Ausnahmefällen mikroskopisch nachweisbar.

Anwendungen

Als Jahrmillionen alte, ausgestorbene Pflanzenart hat Chiropteris zeilleri keinerlei praktische oder kommerzielle Anwendung. Die wissenschaftliche Bedeutung liegt primär in der Verwendung als Leitfossil zur Datierung sedimentärer Gesteinsschichten. Zudem liefert sie wertvolle Daten für die Rekonstruktion des Paläoklimas im Mesozoikum.

Interessante Fakten

Die Erforschung prähistorischer Pflanzenfossilien birgt viele interessante Aspekte:

  • Namensgebung: Das Epitheton zeilleri wurde als Ehrerbietung für René Zeiller vergeben, der wegweisende Arbeiten zur Karbon- und Permflora verfasste.
  • Rätselhafte Verwandtschaft: Wegen der netzartigen Aderung wurden diese Funde in der Vergangenheit oft fälschlicherweise für Farne gehalten.
  • Klima-Anzeiger: Die breiten Blätter deuten auf ein Wachstum in warmen, feuchten Klimazonen der Triaszeit hin.

Quellen

  • Seward, A. C.: Fossil Plants for Students of Botany and Geology.
  • Zeiller, R.: Éléments de paléobotanique.
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility): Chiropteris zeilleri