Scheibenblättrige Kauri (Agathis orbicula)
Agathis orbicula: Morphologie, Verbreitung und Schutzstatus
Der immergrüne Nadelbaum Agathis orbicula zeichnet sich durch seinen großen, geraden und oft astlosen Stamm aus, der eine Wuchshöhe von bis zu 40 Metern erreicht. Die charakteristische Baumkrone bildet sich erst im oberen Bereich kugelförmig aus. Diese endemische Art aus der Familie der Araukariengewächse gedeiht primär in den tropischen Regenwäldern und Kerangas-Gebieten der Insel Borneo.
Auf Hochebenen und niedrigen Bergen wächst die Pflanze verstreut in Höhenlagen zwischen 450 und 1050 Metern. Aufgrund der starken Fragmentierung des Habitats ist die Population in freier Wildbahn rückläufig.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Abteilung Pinophyta
- ∟ Unterklasse Cupressidae
- ∟ Ordnung Araucariales (Südliche Schmucktannen)
- ∟ Familie Araucariaceae (Araukariengewächse)
- ∟ Gattung Agathis (Kauribäume)
- ∟ Art Agathis orbicula (Scheibenblättrige Kauri)
Morphologie
Die dunkelbraune, glatte und glänzende Stammborke blättert in unregelmäßigen Platten ab und zeigt verstreute Lentizellen. Die körnige, rötlich braune innere Rinde sondert ein gelbliches Harz ab. Bemerkenswert ist der Unterschied im Blattwerk: Junge Blätter sind deutlich größer, messen etwa 6,5 mal 2,8 Zentimeter und enden spitz.
Ausgewachsene Blätter weisen eine eher ovale bis kreisförmige Gestalt auf, erreichen Längen von 2,4 bis 3,6 Zentimetern und besitzen eine blaugrüne Unterseite. Die Fortpflanzungsorgane variieren stark in der Größe. Während die eiförmigen bis zylindrischen Pollenzapfen mit 9 bis 14 Millimetern Länge sehr klein bleiben, wachsen die elliptischen weiblichen Zapfen auf Dimensionen von rund 7 mal 4,5 Zentimetern heran.
Anwendungen
Das Holz von Agathis orbicula besitzt eine auffallend gerade Maserung, während das Kernholz Farbtöne von blassem Stroh bis zu rötlichem Braun aufweist. Es liefert ein attraktives und leicht zu bearbeitendes Nutzholz. Wegen der extremen Seltenheit der Art und dem Rückgang ihres Lebensraumes wird dieser Baum jedoch nicht mehr für kommerzielle Holznutzung gefällt.
Interessante Fakten
Die männlichen Blütenzapfen gehören zu den kleinsten innerhalb der gesamten Gattung Agathis. Im Freiland wird die Art häufig mit dem nah verwandten Agathis borneensis verwechselt, was genaue Bestandsaufnahmen und Schutzmaßnahmen in der Vergangenheit erschwert hat.
Verbreitungsgebiet
- Indonesien
- Malaysia
Quellen
- POWO
- WFO
- GBIF
- Tropicos