Spatelblättrige Kauri-Fichte (Agathis spathulata)
Agathis spathulata: Der majestätische Neuguinea-Kauri
In den dichten, nebelverhangenen Bergwäldern des Eastern Highlands und der Owen Stanley Range thront Agathis spathulata als einer der mächtigsten Bäume des Kronendachs. Diese beeindruckende Konifere, die in der taxonomischen Literatur auch als Agathis robusta subsp. nesophila klassifiziert wird, wächst endemisch in den Hochlandregionen von Papua-Neuguinea und Neubritannien auf Höhenlagen zwischen 900 und 1980 Metern.
Die majestätischen, immergrünen Riesen prägen das Landschaftsbild dieser entlegenen Ökosysteme maßgeblich. Leider steht die Art durch den fortschreitenden Verlust ihres natürlichen Lebensraumes unter erheblichem Druck und gilt in ihren angestammten Verbreitungsgebieten als bedroht.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Überklasse Gymnospermae
- ∟ Abteilung Pinophyta
- ∟ Unterklasse Cupressidae
- ∟ Ordnung Araucariales (Südliche Schmucktannen)
- ∟ Familie Araucariaceae (Araukariengewächse)
- ∟ Gattung Agathis (Kauribäume)
- ∟ Art Agathis spathulata (Spatelblättrige Kauri-Fichte)
Morphologie
Als imposanter, immergrüner Baum erreicht die Art eine beachtliche Wuchshöhe von bis zu 60 Metern. Die Belaubung ist kreuzgegenständig (dekussat) in Paaren angeordnet und weist eine markante altersbedingte Variation auf.
An ausgewachsenen Exemplaren messen die Blätter etwa 7 bis 10 Zentimeter in der Länge und 18 bis 30 Millimeter in der Breite. Bei jüngeren Bäumen fallen sie mit bis zu 13 Zentimetern Länge und 45 Millimetern Breite deutlich größer aus.
- Zapfen: Die oval geformten Zapfen erreichen eine Länge von 8,5 bis 10 Zentimetern bei einem Durchmesser von 6,5 bis 7,5 Zentimetern.
- Samen: Bei Erreichen der Reife zerfallen die Zapfen direkt am Baum und geben geflügelte Samen frei, die durch den Wind über weite Strecken verbreitet werden.
Interessante Fakten
Obwohl der Baum den einheimischen Kulturen und frühen botanischen Entdeckern Neuguineas schon lange vertraut war, wurde er erstaunlich spät taxonomisch neu geordnet. Erst im Jahr 1980 beschrieb der Botaniker T. C. Whitmore ihn formell als Unterart von Agathis robusta.
Verbreitungsgebiet
- Papua-Neuguinea
Quellen
- de Laubenfels, D. J. (1988): Coniferales. In: Flora Malesiana 10: 337–453.
- Whitmore, T. C. (1980): A monograph of Agathis. Plant Systematics and Evolution 135: 41–69.