Assam-Yunnan-Katzenschwanz-Eibe (Amentotaxus yunnanensis var. assamica)

Amentotaxus yunnanensis var. assamica – seltene Konifere des Himalaya

In den dichten, schwer zugänglichen Bergwäldern des östlichen Himalaya gedeiht eine äußerst seltene botanische Varietät namens Amentotaxus yunnanensis var. assamica. Dieses immergrüne Nadelgehölz wächst vor allem in schattigen Tälern und feuchten Schluchten, wo ein konstantes Mikroklima herrscht. Aufgrund der Zerstörung seines natürlichen Lebensraums gilt das Vorkommen als stark gefährdet.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • Familie Taxaceae (Eibengewächse)
  • Gattung Amentotaxus (Kätzcheneibe)
  • Art Amentotaxus yunnanensis (Yunnan-Kätzcheneibe)
  • Varietät Amentotaxus yunnanensis var. assamica (Assam-Yunnan-Katzenschwanz-Eibe)

Morphologie

Die Nadeln dieses Nadelgehölzes sind charakteristisch linear-lanzettlich geformt und weisen eine ledrige Textur auf. Auf der Blattunterseite befinden sich zwei markante, helle Spaltöffnungsbänder, die der Pflanze bei der Feuchtigkeitsregulierung helfen.

Die männlichen Blütenorgane sind in langen, kätzchenartigen Blütenständen angeordnet, die schlaff von den Zweigen herabhängen. Weibliche Exemplare bilden solitäre Samen aus, die von einem fleischigen, farbigen Arillus umgeben sind.

Anwendungen

Aufgrund der extremen Seltenheit und des strengen Schutzstatus findet dieses Nadelgehölz keinerlei forstwirtschaftliche oder gärtnerische Anwendung. Das Hauptaugenmerk liegt ausschließlich auf dem Artenschutz und der wissenschaftlichen Erforschung in botanischen Reservaten.

Interessante Fakten

Botaniker schätzen diese Varietät als evolutionäres Relikt ein, das Einblicke in die Flora vergangener Erdzeitalter bietet. Die Entdeckung im indischen Bundesstaat Assam erweiterte das bekannte Verbreitungsgebiet der Gattung erheblich nach Westen. Die fleischige Samenhülle lockt Vögel an, welche die Samen verbreiten und so zur natürlichen Verjüngung der winzigen Population beitragen.

Verbreitungsgebiet

  • Indien

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • WFO (World Flora Online)
  • IUCN Red List of Threatened Species

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos