Hesses Katzenpfötchen (Calyptridium hesseae)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Calyptridium hesseae: Seltene Wildpflanze aus Kalifornien

Im Südwesten der USA, eingebettet in die spärlich bewachsenen Berglandschaften Kaliforniens, siedelt die seltene Calyptridium hesseae. Diese wenig erforschte Pflanzenart hat sich an extreme, steinige Nischen angepasst.

Innerhalb der Gattung der Katzenpfötchen (Calyptridium) teilt sie vermutlich die typischen Merkmale kompakter Wuchsformen. Ihre Existenz in unwirtlichen Gebirgen zeugt von der bemerkenswerten Spezialisierung nordamerikanischer Hochlandpflanzen.

Taxonomie

Morphologie

Diese Art ist eine kompakte krautige Pflanze mit einer ausgeprägten grundständigen Blattrosette. Die kleinen, spatelförmigen Blätter haben eine glatte Oberfläche und eine leicht verdickte Textur.

Zu den charakteristischen Merkmalen des Aufbaus gehören:

  • Niederliegende Stängel, die dicht an den steinigen Boden gepresst sind;
  • Doldenrispige Blütenstände, die aus vielen kleinen Blüten bestehen;
  • Häutige, rundliche Kelchblätter, die an der Pflanze verbleiben und die reifende Frucht schützen.
Das Wurzelsystem ist eine flache Pfahlwurzel, die auf eine schnelle Feuchtigkeitsaufnahme nach der Schneeschmelze ausgerichtet ist.

Interessante Fakten

Das spezifische Epitheton dieser Art ehrt die kalifornische Botanikerin und Sammlerin Verna Hesse, die Mitte des 20. Jahrhunderts die Typusexemplare in den Santa Cruz Mountains sammelte. Diese Art keimt nach Waldbränden oft in großer Zahl, ein häufiges Phänomen in der Ökologie des kalifornischen Chaparrals. Ihre winzigen Samen benötigen spezifische Temperatur- und Lichtbedingungen, um ihre Keimruhe zu brechen.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • WFO: World Flora Online

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos