Hiller-Kraut (Hilleria)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Hilleria: Botanik, Verbreitung und Merkmale der Gattung

In den tropischen Wäldern Südamerikas beheimatet, fasziniert die Pflanzengattung Hilleria durch ihre charakteristischen Blütenstände. Die Verbreitung erstreckt sich natürlicherweise über Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Paraguay, Peru und Venezuela. Zudem wurden einige Arten erfolgreich in weiten Teilen Afrikas sowie in Sri Lanka eingeführt, wo sie sich in tropischen Habitaten etabliert haben.

Die Benennung der Gattung erfolgte zu Ehren des deutschen Theologen und Linguisten Matthaeus Hiller. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung wurde im Jahr 1829 im Werk Flora Fluminensis veröffentlicht.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Petiveriaceae
  • Gattung Hilleria (Hiller-Kraut)

Morphologie

Die Arten der Gattung Hilleria wachsen hauptsächlich als krautige Pflanzen oder ausdauernde Halbsträucher. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet, deutlich gestielt und besitzen eine eiförmige bis elliptische Blattspreite.

Die Blütenmerkmale und Früchte lassen sich wie folgt charakterisieren:

  • Blütenstand: Die Blüten stehen in endständigen oder achselständigen Trauben zusammen.
  • Blütenstruktur: Die kleinen, zwittrigen Blüten sind vierzählig und besitzen vier Kelchblätter sowie meist vier Staubblätter.
  • Frucht: Als Ausbreitungsorgan dient ein einsamiger, abgerundeter Utrikulus (eine dünnwandige Nussfrucht).

Interessante Fakten

Der Name ehrt den Gelehrten Matthaeus Hiller, der im 17. und 18. Jahrhundert als Professor in Tübingen wirkte. Die Erstveröffentlichung der Gattung im Werk Flora Fluminensis verzögerte sich erheblich und wurde erst Jahre nach dem Tod des Autors gedruckt.

Folgende Besonderheiten zeichnen die Gattung aus:

  • Weite Verbreitung: Trotz ihres rein neotropischen Ursprungs haben sich Hilleria-Arten in afrikanischen Tropenwäldern als Neophyten etabliert.
  • Kew-Anerkennung: Die Royal Botanic Gardens, Kew listen derzeit drei anerkannte Arten innerhalb dieser Gattung.

Verbreitungsgebiet

  • Argentinien
  • Bolivien
  • Brasilien
  • Kolumbien
  • Ecuador
  • Paraguay
  • Peru
  • Venezuela
  • Sri Lanka
  • Madagaskar

Natürliche Varietäten

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO) - Royal Botanic Gardens, Kew
  • World Flora Online (WFO)
  • Missouri Botanical Garden (Tropicos)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos