Bahia-Homalolepis (Homalolepis bahiensis)
Homalolepis bahiensis – Verbreitung, Wuchs & Nutzen
Im östlichen Brasilien bewohnt die endemische Gehölzart Homalolepis bahiensis vor allem die trockeneren Waldgebiete. Diese Pflanze ist besonders an die saisonalen Trockenperioden des Bundesstaates Bahia angepasst. Sie gedeiht auf sandig-lehmigen Böden unter intensiver Sonneneinstrahlung.
Als wilder Strauch oder kleiner Baum bildet die Art dichte Bestände in der Übergangsvegetation zwischen Caatinga und Atlantischem Regenwald. Die tiefen Wurzeln ermöglichen die Erschließung tieferer Wasserspeicher während der Dürremonate.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Angiosperms
- ∟ mesangiosperms
- ∟ eudicots
- ∟ Superrosids
- ∟ rosids
- ∟ malvids
- ∟ Ordnung Sapindales
- ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
- ∟ Gattung Homalolepis (Homalolepis-Baum)
- ∟ Art Homalolepis bahiensis (Bahia-Homalolepis)
Morphologie
Die Wuchsform ist durch einen knorrigen Stamm und eine weit ausladende, unregelmäßige Krone charakterisiert. Die unpaarig gefiederten Blätter stehen wechselständig an den Zweigen und setzen sich aus elliptischen Blättchen zusammen. Diese besitzen eine glatte, wachsartige Blattoberfläche, die den Wasserverlust durch Verdunstung minimiert.
In lockeren, rispigen Blütenständen entwickeln sich kleine, unauffällige Blüten von gelblich-grüner Färbung. Aus den weiblichen Blüten reifen eiförmige Steinfrüchte heran, die bei vollständiger Reife eine glänzende, dunkelviolette Farbe annehmen.
Besondere anatomische Merkmale dieser Art umfassen:
- Krone: Unregelmäßig verzweigt mit knorrigem Stamm.
- Blattoberfläche: Wachsartig glänzend zur Reduzierung der Transpirationsrate.
- Früchte: Eiförmige Steinfrüchte, die bei Vollreife tiefviolett glänzen.
Blütezeit
Spätfrühling bis Sommer
Anwendungen
Traditionelle Anwendungen konzentrieren sich auf die Rinde der Pflanze, aus der wässrige Extrakte hergestellt werden. Aufgrund des hohen Gehalts an Bitterstoffen wird der Sud zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden und Fieber genutzt. Das leichte, aber stabile Holz dient in ländlichen Regionen gelegentlich als Baumaterial.
Interessante Fakten
Der wissenschaftliche Artname verweist direkt auf das brasilianische Bundesland Bahia als primäres Verbreitungsgebiet. Die in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffe dienen als natürlicher Schutzmechanismus gegen Fraßfeinde wie pflanzenfressende Insekten. Während der extremen Trockenheit wirft die Pflanze einen Teil ihres Laubes ab, um den Wasserhaushalt effektiv zu regulieren.
Verbreitungsgebiet
- Bahia
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)
- Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
- World Flora Online (WFO)