Rio-Doce-Homalolepis (Homalolepis docensis)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Homalolepis docensis: Endemit des Rio-Doce-Tals

In den bedrohten Tälern des Rio Doce im Südosten Brasiliens verbirgt sich mit Homalolepis docensis ein seltener Endemit des atlantischen Regenwaldes. Diese Holzpflanze wächst unter dem dichten Blätterdach feuchter Primärwälder und ist stark an dieses schattige Mikroklima angepasst.

Aufgrund der extremen Fragmentierung ihres natürlichen Lebensraums kommt der Erhaltung dieser Art eine hohe ökologische Bedeutung zu. Sie ist ein wertvoller Bestandteil der lokalen Biodiversität.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Homalolepis (Homalolepis-Baum)
  • Art Homalolepis docensis (Rio-Doce-Homalolepis)

Morphologie

Als immergrüner kleiner Baum oder hoher Strauch erreicht das Gewächs eine Wuchshöhe von mehreren Metern. Die Zweige sind schlank, graubraun gefärbt und weisen im jungen Stadium eine feine Behaarung auf.

Die vegetativen und generativen Organe zeigen folgende Struktur:

  • Blätter: Die Blätter sind unpaarig gefiedert und bestehen aus mehreren Paaren von länglich-elliptischen Fiederblättchen.
  • Blattstruktur: Die Textur der Blättchen ist pergamentartig bis schwach ledrig, mit einer glänzenden Oberseite.
  • Blüten: Die Blüten stehen in endständigen Rispen, sind fünfzählig und besitzen eine grünlich-weiße bis cremefarbene Färbung.

Die Früchte präsentieren sich als kleine Steinfrüchte, die sich bei Reife rötlich bis dunkelbraun färben. Sie enthalten einen einzelnen Samen und dienen Waldvögeln als Nahrungsquelle.

Blütezeit

Frühling bis Sommer (Oktober bis Januar)

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund ihrer extremen Seltenheit findet die Art keine kommerzielle Anwendung. Sie wird in forstlichen Wiederaufforstungsprojekten zur Wiederherstellung des atlantischen Regenwaldes erforscht.

Ökologisch stabilisiert sie den Unterwuchs der Wälder und bietet mit ihren Früchten Nahrung für die lokale Avifauna. Ihr Erhalt stützt das fragile Nahrungsnetz des Ökosystems.

Interessante Fakten

Der Name docensis leitet sich direkt vom Rio Doce ab, dem Flusslauf, in dessen Einzugsgebiet die Art entdeckt wurde. Dieses Gebiet ist heute einer der am stärksten gefährdeten Waldkorridore Brasiliens.

Die Blüten werden hauptsächlich von kleinen Fliegen und Wildbienen bestäubt, die vom feinen Duft der Blütenstände angelockt werden. Ihre Samenverbreitung erfolgt primär durch Vögel.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online) - Verbreitungsdaten und Synonyme.
  • WFO (World Flora Online) - Taxonomische Validierung.
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility) - Fundortdaten im Bundesstaat Espírito Santo.

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos