Rostrote Homalolepis (Homalolepis ferruginea)
Homalolepis ferruginea – Rostbraun behaarter Savannenstrauch
Durch ihre markante rostbraune Behaarung sticht die im Osten Brasiliens heimische Homalolepis ferruginea unter den verwandten Arten deutlich hervor. Diese verholzende Pflanze besiedelt felsige Hänge und Übergangszonen der Cerrado-Vegetation.
Ihre dichte Behaarung dient als wirksamer Verdunstungsschutz unter starker Sonneneinstrahlung. Botaniker schätzen die Art wegen ihrer anatomischen Besonderheiten, die Aufschluss über Anpassungsmechanismen an aride Lebensräume geben.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Angiosperms
- ∟ mesangiosperms
- ∟ eudicots
- ∟ Superrosids
- ∟ rosids
- ∟ malvids
- ∟ Ordnung Sapindales
- ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
- ∟ Gattung Homalolepis (Homalolepis-Baum)
- ∟ Art Homalolepis ferruginea (Rostrote Homalolepis)
Morphologie
Homalolepis ferruginea wächst als aufrechter Strauch, der beträchtliche Höhen erreichen kann. Junge Zweige, Blattstiele und Blütenstände sind dicht mit rostbraunen Haaren bedeckt, was der Pflanze ihr namensgebendes Aussehen verleiht.
Die Blätter sind wechselständig und unpaarig gefiedert, wobei die einzelnen Blättchen elliptisch bis länglich geformt sind. Die Oberseite ist meist glänzender, während die Unterseite oft eine bleibende Behaarung aufweist.
Die Blütenstände bilden dichte, rostfarben behaarte Rispen an den Zweigenden. Die Blüten besitzen fünf behaarte Kronblätter und die gattungstypischen Staubfäden mit schuppenartigen Anhängen.
Interessante Fakten
Die auffällige rostbraune Behaarung der Pflanze reflektiert einen Teil des Sonnenlichts und reduziert so die Erwärmung der Blätter. Diese Eigenschaft ermöglicht es der Art, auch an windexponierten, felsigen Standorten mit extrem hoher Strahlung zu überleben.
Im Gegensatz zu den reinen Zwergsträuchern der Gattung tendiert diese Art zu einer stärkeren oberirdischen Verholzung. Dadurch besetzt sie eine andere ökologische Nische in den Übergangswäldern des brasilianischen Hinterlandes.
Verbreitungsgebiet
- Brasilien
Quellen
- POWO (Plants of the World Online)
- WFO (World Flora Online)
- GBIF (Global Biodiversity Information Facility)
- Tropicos.org (Missouri Botanical Garden)