Kahler Homalolepis (Homalolepis glabra)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Homalolepis glabra: Kahle Blätter und charakteristische Merkmale

Mit ihren glänzenden und völlig unbehaarten Blattoberflächen sticht die südamerikanische Art Homalolepis glabra in ihrer natürlichen Umgebung hervor.

Die Pflanze besiedelt feuchtere Übergangszonen und Galeriewälder innerhalb des brasilianischen Hinterlandes. Sie bevorzugt halbschattige Standorte auf gut durchlässigen, sandigen Lehmböden.

Aufgrund ihrer ökologischen Nische trägt sie zur forstlichen Diversität der Uferrandstreifen bei. Ihre Samen werden hauptsächlich durch Vögel und kleine Säugetiere verbreitet.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Homalolepis (Homalolepis-Baum)
  • Art Homalolepis glabra (Kahler Homalolepis)

Morphologie

Homalolepis glabra wächst als aufrechter Strauch oder kleiner Baum mit einer relativ offenen Krone. Alle oberirdischen Pflanzenteile, insbesondere die jungen Zweige, sind vollkommen kahl und glatt.

Die unpaarig gefiederten Blätter bestehen aus mehreren eiförmigen Fiederblättchen von dunkelgrüner Farbe. Diese Fiederblättchen besitzen eine glänzende Oberfläche und zeigen keine Spur von Trichomen.

Die Blüten sind klein, besitzen fünf Blütenblätter und sind in lockeren Rispen angeordnet. Ihre Früchte präsentieren sich als glatte, leicht abgeflachte Steinfrüchte von bräunlicher Färbung im reifen Zustand.

Anwendungen

In den ländlichen Regionen Brasiliens werden Zubereitungen aus den Blättern traditionell zur Wundreinigung genutzt. Den Extrakten wird eine adstringierende und leicht antiseptische Wirkung zugeschrieben.

Die Pflanze wird wegen ihres harten Holzes gelegentlich im lokalen Kunsthandwerk für kleinere Schnitzarbeiten verwendet. Große wirtschaftliche Bedeutung hat die Nutzung des Holzes jedoch nicht.

Interessante Fakten

Der Artname glabra verweist direkt auf das auffälligste botanische Merkmal, die völlige Haarlosigkeit der Pflanzenteile. Dies unterscheidet sie deutlich von anderen, oft filzig behaarten Vertretern der Gattung.

Taxonomen nutzten dieses Merkmal bereits bei der Erstbeschreibung im 19. Jahrhundert zur Abgrenzung der Art. Die Zuordnung zur Gattung Homalolepis festigte sich erst durch moderne phylogenetische Analysen.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos