Heilsamer Homalolepis (Homalolepis salubris)
Homalolepis salubris: Systematik, Verbreitung und Heilwirkung
Im Zentrum der traditionellen brasilianischen Volksmedizin steht mit Homalolepis salubris eine geschätzte Heilpflanze aus der Gattung Homalolepis. Diese Art wurde ursprünglich unter dem Namen Simaba salubris von Adolf Engler beschrieben.
Sie besiedelt vor allem die trockenen Savannenlandschaften Zentral- und Südostbrasiliens. Der wissenschaftliche Artname deutet bereits auf die gesundheitsfördernden Eigenschaften hin, die der Pflanze zugeschrieben werden.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Angiosperms
- ∟ mesangiosperms
- ∟ eudicots
- ∟ Superrosids
- ∟ rosids
- ∟ malvids
- ∟ Ordnung Sapindales
- ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
- ∟ Gattung Homalolepis (Homalolepis-Baum)
- ∟ Art Homalolepis salubris (Heilsamer Homalolepis)
Morphologie
Die Pflanze wächst als verholzender Strauch oder kleiner Baum mit einer rauen Borke. Ihre wechselständig angeordneten Blätter sind unpaarig gefiedert und bestehen aus mehreren ledrigen Fiederblättchen.
Die Blütenstände bilden lockere Rispen am Ende der Zweige. Die einzelnen Blüten weisen folgende anatomische Merkmale auf:
- Blütenkrone: Fünf weißliche bis gelblich-grüne Kronblätter, die fein behaart sein können.
- Kelch: Ein kleiner Kelch mit fünf Zähnen.
- Bitterstoffe: Alle Gewebe enthalten charakteristische Quassinoide, die der Pflanze einen extrem bitteren Geschmack verleihen.
Die Früchte sind olivengroße Steinkapseln, die sich bei Reife dunkel verfärben.
Anwendungen
In der Volksheilkunde Brasiliens werden Zubereitungen aus der Rinde und den Wurzeln gegen Fieber und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Die enthaltenen Wirkstoffe werden zudem auf ihre fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung hin untersucht.
Aufgrund des hohen Gehalts an Bitterstoffen dienten Extrakte historisch auch als Tonikum. Eine großflächige kommerzielle Nutzung der Wildbestände findet jedoch nicht statt.
Interessante Fakten
Der renommierte deutsche Botaniker Adolf Engler beschrieb die Art erstmals im Jahr 1874 im Werk Flora Brasiliensis. Erst im 21. Jahrhundert erfolgte die systematische Übertragung in die reaktivierte Gattung Homalolepis.
Die in der Pflanze vorkommenden Bitterstoffe, sogenannte Quassinoide, dienen als natürlicher Fraßschutz gegen Insekten und Pflanzenfresser.
Verbreitungsgebiet
- Goiás
- Minas Gerais
- Mato Grosso do Sul
- São Paulo
Quellen
- GBIF Backbone Taxonomy: Homalolepis salubris (Engl.) Devecchi & Pirani (https://www.gbif.org/species/9329357)
- Flora e Funga do Brasil: Lista Oficial de Espécies da Flora do Brasil
- Flora Brasiliensis: Carl Friedrich Philipp von Martius, Adolf Engler (1874)