Halbstrauch-Homalolepis (Homalolepis suffruticosa)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Homalolepis suffruticosa: Der trockenheitsresistente Halbstrauch

Durch die weiten Landschaften Zentralbrasiliens erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der niedrig wachsenden Homalolepis suffruticosa.

Dieses trockenheitsresistente Gewächs besiedelt vor allem die sandigen und steinigen Untergründe des Cerrado. Seine Wuchsform spiegelt eine perfekte Anpassung an die wiederkehrenden Trockenzeiten der Region wider.

Unterirdisch bildet das Taxon ein tiefreichendes Wurzelsystem aus, das Wasser aus tiefen Bodenschichten aufnehmen kann. Dies ermöglicht dem Strauch ein schnelles Austreiben nach sommerlichen Bränden.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Homalolepis (Homalolepis-Baum)
  • Art Homalolepis suffruticosa (Halbstrauch-Homalolepis)

Morphologie

Homalolepis suffruticosa wächst als niedriger Halbstrauch und erreicht meist nur geringe Wuchshöhen. Die unteren Sprossachsen sind stark verholzt, während die oberen Triebe krautig bleiben.

Die gefiederten Blätter besitzen schmale, längliche Fiederblättchen mit einem glatten Blattrand. Eine feine Behaarung auf den jungen Trieben mindert den Wasserverlust durch starke Sonneneinstrahlung.

Die Blütenstände sind als dichte, endständige Rispen ausgebildet und tragen cremeweiße bis gelbliche Blüten. Die kleinen Früchte sind ledrig und enthalten jeweils einen einzigen, nährstoffreichen Samen.

Anwendungen

Ethnobotanische Berichte weisen darauf hin, dass Abkochungen der Blätter in der traditionellen Kräutermedizin Verwendung finden. Sie werden vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden und zur allgemeinen Stärkung eingesetzt.

Aufgrund der enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe besitzt die Art ein Potenzial für die Erforschung neuer bioaktiver Substanzen. Die holzigen Wurzeln wurden zudem in der Vergangenheit lokal als Färbemittel erprobt.

Interessante Fakten

Das Epitheton suffruticosa leitet sich aus dem Lateinischen ab und beschreibt die typische Wuchsform als Halbstrauch. Diese Eigenschaft schützt die Pflanze vor dem vollständigen Absterben bei Steppenfeuern.

Durch die jüngsten taxonomischen Revisionen wurde die Art von einer eng verwandten Gattung hierher übertragen. Diese systematische Neugliederung basiert auf detaillierten morphologischen Vergleichen der Blütenstruktur.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos