Anamu (Petiveria)

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Petiveria: Steckbrief, Merkmale und Phytochemie der Gattung

Unter dem Namen Petiveria beschreibt die Botanik eine charakteristische Pflanzengattung aus der Familie der Petiveriaceae, deren bekanntester Vertreter die Art Petiveria alliacea darstellt.

Diese ausdauernde, krautige Pflanze ist in den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas heimisch, darunter Florida, Texas, Mexiko sowie weite Teile Südamerikas. Sie zeichnet sich durch einen intensiven, knoblauchähnlichen Geruch aus, der von den Wurzeln und Blättern verströmt wird.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Petiveriaceae
  • Gattung Petiveria (Anamu)

Morphologie

Die Pflanzen der Gattung Petiveria wachsen als tief verwurzelte, krautige, mehrjährige Sträucher, die Wuchshöhen von bis zu einem Meter erreichen. Ihre Blätter sind einfach gebaut, wechselständig angeordnet und weisen eine fiederförmige Hauptnervatur mit netzartiger Sekundärnervatur auf.

Die Fortpflanzungsorgane und Blütenstände weisen folgende Merkmale auf:

  • Blüten: Es werden kleine, grünliche Blüten ausgebildet, die in endständigen Blütenständen (determinierten Infloreszenzen) angeordnet sind.
  • Blütezeit: Obwohl die Pflanzen das ganze Jahr über reproduktionsfähig sind, hängt der Höhepunkt der Blütezeit von der geographischen Lage ab und liegt in Mexiko beispielsweise zwischen September und Oktober.

Blütezeit

Geografisch unterschiedlich; in Mexiko von September bis Oktober, in Zentralamerika von Juli bis Januar.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die Blätter und Wurzeln von Petiveria finden praktische Anwendung als natürliches Abwehrmittel gegen Fledermäuse und Insekten. Darüber hinaus wird die Pflanze in verschiedenen Regionen Lateinamerikas traditionell als Heilkraut genutzt.

Interessante Fakten

Weidetiere, die Petiveria verzehren, geben den intensiven Knoblauchgeruch der Pflanze an ihr Fleisch, ihre Eier und ihre Milch weiter. Zudem kann der hohe Nitratgehalt bei Rindern zu gefährlichen Vergiftungen führen.

Die Wurzeln enthalten einzigartige Schwefelverbindungen (Cysteinsulfoxid-Derivate), die den Wirkstoffen in Knoblauch und Zwiebeln ähneln, sich jedoch strukturell unterscheiden. Diese Stoffe verleihen der Pflanze eine nachgewiesene antimikrobielle Wirkung.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten
  • Mexiko
  • Brasilien
  • Peru
  • Bolivien
  • Benin
  • Nigeria

Natürliche Varietäten

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
  • Missouri Botanical Garden (Tropicos)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos