Brasilianische Blutbeere (Rivina brasiliensis)

Blutbeere Korallenbeere

Rivina brasiliensis: Merkmale, Verbreitung und Botanik

In den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas beheimatet, zieht dieser Vertreter der Kermesbeerengewächse (Phytolaccaceae) oft die Aufmerksamkeit auf sich. Botanisch wird die Pflanze häufig im direkten Zusammenhang mit Rivina humilis betrachtet, deren Synonym sie in vielen Klassifikationen darstellt. Sie gedeiht bevorzugt in schattigen Waldgebieten und entlang von Flussufern, wo sie dichte, krautige Bestände bildet.

Ihre weltweite Verbreitung verdankt sie teilweise ihrer ornamentalen Anziehungskraft, was jedoch auch dazu geführt hat, dass sie in einigen Regionen als invasive Art gilt. Das leuchtende Rot ihrer Früchte diente in der Vergangenheit als natürlicher Farbstoff.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Petiveriaceae
  • Gattung Rivina (Blutbeere)
  • Art Rivina brasiliensis (Brasilianische Blutbeere)

Morphologie

Die Pflanze wächst als ausdauerndes Kraut oder kleiner Halbstrauch, der Wuchshöhen von meist bis zu einem Meter erreicht. Ihre wechselständig angeordneten Blätter sind eiförmig bis lanzettlich, mit einer glatten oder leicht behaarten Oberfläche. Der Blattrand ist ganzrandig, und die Spitze läuft spitz zu.

Die Blütenstände bilden sich als endständige oder achselständige Trauben. Einzelne Blüten sind relativ unscheinbar, klein und besitzen vier weiße bis blassrosafarbene Blütenhüllblätter. Aus diesen entwickeln sich kleine, leuchtend rote Beeren, die jeweils einen einzelnen, behaarten Samen enthalten.

Blütezeit

Blüht ganzjährig in tropischen Klimazonen, schwerpunktmäßig im Frühling und Sommer.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Historisch wurden die intensiv gefärbten Beeren zur Herstellung von roter Tinte und zum Färben von Textilien verwendet. In der traditionellen Medizin einiger indigener Völker fanden Extrakte aus Blättern und Wurzeln Anwendung, obwohl die Pflanze aufgrund ihres Saponingehaltes toxische Eigenschaften besitzt.

Interessante Fakten

  • Der Saft der Beeren wurde von frühen Siedlern in Nordamerika als Kosmetikum und Lippenfarbe genutzt, was ihr den englischen Namen „Rougeplant“ einbrachte.
  • Vögel fressen die Beeren und tragen maßgeblich zur Ausbreitung der Samen bei, während sie selbst gegen die Toxine unempfindlich zu sein scheinen.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten
  • Mexiko
  • Brasilien
  • Argentinien
  • Kolumbien

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • Tropicos

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos