Deckblättrige Beerenrebe
Eine seltene botanische Varietät der Blutbeere mit spezifischen morphologischen Ausprägungen.
In den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas leuchten die winzigen, feuerroten Früchte der Blutbeere durch das dichte Grün der Wälder und Hecken.
Die ausdauernde Rivina humilis gehört zur Familie der Petiveriaceae (früher Kermesbeerengewächse) und fasziniert Botaniker durch ihre enorme Anpassungsfähigkeit.
Ursprünglich von den südlichen USA bis nach Argentinien beheimatet, hat sich die Korallenbeere mittlerweile als Neophyt in den Tropen weltweit ausgebreitet.
Rivina humilis wächst als laubwerfende, ausdauernde krautige Pflanze oder Halbstrauch und erreicht Wuchshöhen von 0,4 bis 2 Metern. Ihr Stängel ist aufrecht oder klimmend, leicht gerippt und kann an der Basis leicht verholzen.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Spreite ist lanzettlich bis eiförmig, misst bis zu 15 Zentimeter in der Länge und besticht durch eine kräftige Färbung.
Die Blüten entwickeln sich in traubigen Blütenständen von 4 bis 15 Zentimetern Länge. Jede Einzelblüte besitzt vier kleine, weiße bis purpurfarbene Blütenhüllblätter und vier auffällige Staubblätter.
Aus den Blüten bilden sich die charakteristischen fleischigen Beeren mit einem Durchmesser von 2,5 bis 5 Millimetern. Diese glänzenden, intensiv roten bis orangefarbenen Früchte enthalten jeweils einen borstig behaarten, schwarzen Samen.
Unter optimalen Bedingungen blüht und fruchtet die Pflanze das ganze Jahr über ununterbrochen.
Dank ihrer auffälligen Früchte wird Rivina humilis in vielen warmen Regionen der Welt als Zierpflanze kultiviert. Sie eignet sich besonders gut als schattentoleranter Bodendecker oder für die Haltung im Gewächshaus.
Historisch spielte die Pflanze eine wichtige Rolle in der Textil- und Lebensmittelherstellung, da aus dem Saft der Beeren ein intensiv roter Farbstoff sowie Tinte gewonnen wurde. Der verantwortliche Farbstoff Rivianin ähnelt stark dem Betanin der Roten Bete und wird teilweise noch heute zum Färben verwendet.
Rund um Rivina humilis gibt es zahlreiche botanische Besonderheiten und historische Details zu entdecken:
Eine seltene botanische Varietät der Blutbeere mit spezifischen morphologischen Ausprägungen.
Die Nominatform der Blutbeere, gekennzeichnet durch auffällig leuchtend rote Früchte.