Niedrige Rivine (Rivina humilis)

Blutbeere Korallenbeere
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Rivina humilis (Blutbeere): Merkmale und Verwendung

In den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas leuchten die winzigen, feuerroten Früchte der Blutbeere durch das dichte Grün der Wälder und Hecken.

Die ausdauernde Rivina humilis gehört zur Familie der Petiveriaceae (früher Kermesbeerengewächse) und fasziniert Botaniker durch ihre enorme Anpassungsfähigkeit.

Ursprünglich von den südlichen USA bis nach Argentinien beheimatet, hat sich die Korallenbeere mittlerweile als Neophyt in den Tropen weltweit ausgebreitet.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Petiveriaceae
  • Gattung Rivina (Blutbeere)
  • Art Rivina humilis (Niedrige Rivine)

Botanische Illustration

Botanische Illustration
Фото: BioDivLibrary / Лицензия: Public Domain Mark

Morphologie

Rivina humilis wächst als laubwerfende, ausdauernde krautige Pflanze oder Halbstrauch und erreicht Wuchshöhen von 0,4 bis 2 Metern. Ihr Stängel ist aufrecht oder klimmend, leicht gerippt und kann an der Basis leicht verholzen.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Spreite ist lanzettlich bis eiförmig, misst bis zu 15 Zentimeter in der Länge und besticht durch eine kräftige Färbung.

Die Blüten entwickeln sich in traubigen Blütenständen von 4 bis 15 Zentimetern Länge. Jede Einzelblüte besitzt vier kleine, weiße bis purpurfarbene Blütenhüllblätter und vier auffällige Staubblätter.

Aus den Blüten bilden sich die charakteristischen fleischigen Beeren mit einem Durchmesser von 2,5 bis 5 Millimetern. Diese glänzenden, intensiv roten bis orangefarbenen Früchte enthalten jeweils einen borstig behaarten, schwarzen Samen.

Blütezeit

Unter optimalen Bedingungen blüht und fruchtet die Pflanze das ganze Jahr über ununterbrochen.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Dank ihrer auffälligen Früchte wird Rivina humilis in vielen warmen Regionen der Welt als Zierpflanze kultiviert. Sie eignet sich besonders gut als schattentoleranter Bodendecker oder für die Haltung im Gewächshaus.

Historisch spielte die Pflanze eine wichtige Rolle in der Textil- und Lebensmittelherstellung, da aus dem Saft der Beeren ein intensiv roter Farbstoff sowie Tinte gewonnen wurde. Der verantwortliche Farbstoff Rivianin ähnelt stark dem Betanin der Roten Bete und wird teilweise noch heute zum Färben verwendet.

Interessante Fakten

Rund um Rivina humilis gibt es zahlreiche botanische Besonderheiten und historische Details zu entdecken:

  • Der Gattungsname ehrt den deutschen Botaniker Augustus Quirinus Rivinus, während das Artepitheton humilis (lateinisch für niedrig) auf den eher bescheidenen Wuchs der Pflanze anspielt.
  • Die Art besitzt eine bemerkenswerte Chromosomenzahl von 2n = 108.
  • In der Natur dient die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle für die Raupen des Schmetterlings Cyanophrys goodsoni.
  • Außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets gilt die Blutbeere vielerorts als invasiver Neophyt, unter anderem in Neukaledonien, Australien und auf zahlreichen pazifischen Inseln.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten
  • Mexiko
  • Brasilien
  • Argentinien
  • Kolumbien

Natürliche Varietäten

Quellen

  • Mark A. Nienaber, John W. Thieret: Phytolaccaceae in der Flora of North America
  • Thomas B. Croat: Flora of Barro Colorado Island
  • Lady Bird Johnson Wildflower Center

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos