Indische Samadera (Samadera indica)
Samadera indica: Bitterholzbaum – Porträt, Wirkung & Pflege
In den feuchten tropischen Tiefländern Afrikas und Asiens wächst Samadera indica als vielseitiges Gehölz heran. Dieses immergrüne Gewächs zeichnet sich durch extrem bittere Eigenschaften in allen Pflanzenteilen aus. In vielen asiatischen Ländern spielt die Art eine bedeutende Rolle in der traditionellen Volksmedizin zur Linderung verschiedener Beschwerden.
Unter dem botanischen Synonym Quassia indica ist das Gewächs in wissenschaftlichen Kreisen ebenfalls bekannt. Seine schwimmfähigen Früchte begünstigten im Laufe der Evolution eine weite Verbreitung entlang der Meeresküsten und Flussläufe des Indischen Ozeans.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Angiosperms
- ∟ mesangiosperms
- ∟ eudicots
- ∟ Superrosids
- ∟ rosids
- ∟ malvids
- ∟ Ordnung Sapindales
- ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
- ∟ Gattung Samadera (Samadera-Baum)
- ∟ Art Samadera indica (Indische Samadera)
Morphologie
Dieses Gehölz erreicht als Strauch oder Baum Wuchshöhen von 10 bis selten 20 Metern. Die blassgelbe Rinde ist durch feine Querrisse gezeichnet, während das helle Holz kein echtes Kernholz ausbildet.
Die wechselständigen, ledrigen Blätter weisen eine glänzende Oberfläche und eine ausgeprägte Netznervatur auf. Sie erreichen eine Länge von bis zu 25 Zentimetern und sitzen an kurzen, robusten Stielen.
Die wichtigsten Blüten- und Fruchtmerkmale umfassen:
- Blüten: Mehr als 20 cremeweiße bis blassgelbe Blüten stehen in doldenartigen Blütenständen zusammen und blühen das ganze Jahr über.
- Früchte: Die holzigen, flachen Steinfrüchte hängen in Gruppen von eins bis vier zusammen und sind olivgrün bis rötlich gefleckt.
- Samen: Jede Steinfrucht enthält einen einzelnen, großen, braunen Samen mit einer dünnen Samenschale.
Blütezeit
Blüht das ganze Jahr über
Pflegeparameter
Bevorzugt vollsonnige bis halbschattige Standorte für optimales Wachstum.
Benötigt regelmäßige Wassergaben; verträgt feuchte Untergründe, sollte aber vor extremer Staunässe geschützt werden.
Benötigt ein warmes, tropisches Klima und ist extrem frostempfindlich; Temperaturen unter 15 °C sollten vermieden werden.
Gedeiht am besten bei konstant hoher Luftfeuchtigkeit, die den Bedingungen in tropischen Feuchtwäldern entspricht.
Alle Pflanzenteile enthalten das bittere Glucosid Samaderin und sind bei Verzehr für Mensch und Tier giftig.
Anwendungen
In der ayurvedischen Heilkunst und asiatischen Volksmedizin ist die Rinde als Fiebermittel und Tonikum sehr geschätzt. Abkochungen der Blätter und Rinde helfen traditionell bei Malaria, Rheuma, Asthma und verschiedenen Hautkrankheiten.
Die Blätter dienen dank ihrer bitteren Inhaltsstoffe als natürliches Insektizid gegen Termiten und Mückenlarven. Das leichte, weiche Holz wird lokal zur Herstellung von Messergriffen verwendet.
Interessante Fakten
Die schwimmfähigen Steinfrüchte besitzen einen flachen Flügel an der Oberseite. Diese morphologische Besonderheit erlaubt es den Früchten, über weite Strecken im Meerwasser zu driften und neue Küstenlinien zu besiedeln.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass die in der Pflanze enthaltenen Bitterstoffe (Quassinoide) wie Samaderin E Antitumor-Eigenschaften besitzen. Dies macht die Art zu einem interessanten Forschungsobjekt für die moderne Onkologie.
Verbreitungsgebiet
- Tansania
- Madagaskar
- Indien
- Sri Lanka
- Myanmar
- Vietnam
- Indonesien
- Malaysia
- Philippinen
- Papua-Neuguinea