Begrannte Schlafbeere (Withania aristata)

Orobal Orobal del país
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Withania aristata: Merkmale, Vorkommen und Nutzen des Orobal

Auf den kanarischen Inseln sowie in Teilen Nordafrikas ist der Strauch Withania aristata beheimatet. Lokale Bevölkerungen schätzen die Pflanze traditionell unter dem Namen Orobal für ihre zahlreichen heilkundlichen Eigenschaften. Mit Ausnahme der Wurzeln finden fast alle Pflanzenteile in historischen Rezepturen Verwendung.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Solanales
  • Familie Solanaceae
  • Unterfamilie Solanoideae
  • Tribus Physaleae
  • Gattung Withania (Schlafbeeren)
  • Art Withania aristata (Begrannte Schlafbeere)

Lebendiger Puls

Morphologie

Withania aristata wächst als verholzender Strauch, der eine Wuchshöhe von bis zu 2 Metern erreichen kann. Seine subglabren Stängel tragen eine raue Rinde, deren Färbung von Grün über Braun bis zu hellem Grau variiert. Die ganzrandigen, eiförmigen und an der Basis oft keilförmigen Blätter erreichen eine Länge von bis zu 14 Zentimetern.

Die grüngelblichen Blüten entwickeln sich in achselständigen Trauben. Der glockenförmige, fünfzähnige Kelch vergrößert sich während der Fruchtreife erheblich und umschließt schließlich die reife Beere vollständig. Die Krone weist ebenfalls eine gelbgrüne Färbung auf.

Anwendungen

In der kanarischen Volksheilkunde wird Withania aristata eine breite Palette an medizinischen Wirkungen zugeschrieben. Historische Berichte von Forschern wie Viera y Clavijo dokumentieren die Verwendung der Beeren zur Linderung von Wassersucht und Harnverhalten. Zudem wurden Abkochungen der Blätter traditionell zur Unterstützung der Wundheilung sowie bei Rheuma und Verstopfung eingesetzt.

Interessante Fakten

Die reifen Früchte des Orobals dienen bestimmten heimischen Vogelarten, wie beispielsweise der Mönchsgrasmücke, als geschätzte Nahrungsquelle. Der Artname aristata leitet sich vom lateinischen Begriff für 'begrannt' ab und bezieht sich auf die charakteristischen borstenartigen Spitzen des Blütenkelchs.

Die Pflanze dient einer Vielzahl von spezialisierten Insekten und Pilzen als Wirt. Zu den nachgewiesenen Schädlingen und Parasiten gehören:

  • Apterygothrips longiceps und Scirtothrips inermis auf den Blättern
  • Epitrix allardii im Bereich der Wurzeln
  • Deroplia annulicornis als Stammparasit

Verbreitungsgebiet

  • Kanarische Inseln
  • Marokko
  • Algerien

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online
  • WFO: World Flora Online
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • Bramwell, D. & Bramwell, Z.: Flores Silvestres de las Islas Canarias (2001)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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