Zugespitzte Tollkirsche (Atropa acuminata)

Indian Belladonna Maitbrand
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Atropa acuminata: Die Indische Tollkirsche aus dem Himalaya

In den Hochlagen des Himalayas und den angrenzenden Bergregionen Asiens ist eine besonders wirkmächtige Giftpflanze beheimatet. Atropa acuminata, im englischen Sprachraum auch als Indian Belladonna bekannt, ist eine nahe Verwandte der europäischen Tollkirsche.

Die Art zeichnet sich durch ihre charakteristischen, lang zugespitzten Blätter und gelben Blüten aus. Aufgrund ihres extrem hohen Gehalts an pharmakologisch wertvollen Alkaloiden spielt sie eine bedeutende Rolle in der Medizin, stellt jedoch bei unsachgemäßem Kontakt eine tödliche Gefahr dar.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Solanales
  • Familie Solanaceae
  • Unterfamilie Solanoideae
  • Tribus Hyoscyameae
  • Gattung Atropa (Tollkirschen)
  • Art Atropa acuminata (Zugespitzte Tollkirsche)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Pflanze verdankt ihr Artepitheton den markanten Laubblättern, die zum Ende hin lang zugespitzt zulaufen. Im Vergleich zur europäischen Tollkirsche sind die Blätter deutlich schmaler geformt.

Zu den wichtigsten botanischen Merkmalen dieser Art zählen:

  • Blattstruktur: Schmale, lanzettliche Blätter, die sich zum Ende hin verjüngen.
  • Blütenfarbe: Hellgelbe Blütenkrone, die sich deutlich von den dunklen Blüten anderer Gattungsvertreter abhebt.
  • Inhaltsstoffe: Extrem hoher Alkaloidgehalt in allen Pflanzenteilen.

Anwendungen

Die Blätter und Wurzeln dieser Art enthalten erhebliche Mengen an Tropanalkaloiden wie Atropin und Scopolamin. Diese Wirkstoffe werden in der Pharmakologie zur Linderung von Krämpfen und zur Pupillenerweiterung eingesetzt.

Aufgrund der unvorhersehbaren Giftkonzentration in den Wildbeständen ist die Pflanze für die direkte Anwendung absolut ungeeignet. Sie dient primär als industrieller Rohstoff zur Gewinnung reiner Alkaloide für kontrollierte Arzneimittel.

Interessante Fakten

Das botanische Artepitheton leitet sich vom lateinischen Wort für zugespitzt ab und beschreibt präzise die markante Blattform. Die Entdeckung und Erstbeschreibung im Jahr 1846 geht auf den Botaniker John Forbes Royle zurück.

Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Hänge des Himalayas in Höhenlagen von Afghanistan bis nach Indien und Pakistan. Einige Berichte dokumentieren Vorkommen dieser widerstandsfähigen Pflanze sogar im östlichen Iran und der Mongolei.

Verbreitungsgebiet

  • Afghanistan
  • Indien
  • Pakistan
  • Iran
  • Mongolei

Quellen

  • John Forbes Royle: Illustrations of the Botany of the Himalayan Mountains, 1835.
  • Journal of the Horticultural Society of London, 1846.
  • Flora of Pakistan
  • USDA Germplasm Resources Information Network (GRIN)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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