Stechapfelblättrige Tollkirsche (Atropa daturifolia)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Atropa daturifolia: Steckbrief und botanische Merkmale

In den schattigen Laubwäldern des Kaukasus und des nördlichen Irans gedeiht diese bemerkenswerte Tollkirschen-Art. Die Pflanze bevorzugt nährstoffreiche und kalkhaltige Böden an feuchten Standorten.

Aufgrund ihrer relativen Seltenheit steht sie im Fokus botanischer Untersuchungen. Forscher untersuchen vor allem die ökologischen Bedingungen ihres natürlichen Lebensraums.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Solanales
  • Familie Solanaceae
  • Unterfamilie Solanoideae
  • Tribus Hyoscyameae
  • Gattung Atropa (Tollkirschen)
  • Art Atropa daturifolia (Stechapfelblättrige Tollkirsche)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die morphologischen Eigenschaften zeigen Anpassungen an schattige Waldstandorte. Das Epitheton weist auf die Ähnlichkeit der Laubblätter mit denen des Stechapfels (Datura) hin.

Die wesentlichen Erkennungsmerkmale umfassen folgende Aspekte:

  • Laubblätter: Wechselständig angeordnete, breit-lanzettliche Blätter mit ausgeprägter Aderung und weicher Textur.
  • Blüten: Einzeln hängende, glockenförmige Blüten mit einer schmutzig-violetten bis grünlichen Färbung.
  • Früchte: Kugelige, glänzend schwarze Beeren, die von einem persistenten Kelch gestützt werden.

Blütezeit

Juni bis August

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund der enthaltenen Inhaltsstoffe besitzt die Pflanze eine hohe Relevanz für die chemische Forschung. Sie synthetisiert verschiedene Tropanalkaloide in hoher Konzentration.

Zu den medizinisch genutzten Wirkstoffen zählen:

  • Atropin: Wird in der Notfallmedizin und Augenheilkunde zur Pupillenerweiterung eingesetzt.
  • Scopolamin: Findet Anwendung gegen Reisekrankheit und als Spasmolytikum.

Eine unkontrollierte Einnahme führt zu schweren Vergiftungserscheinungen und kann tödlich enden.

Interessante Fakten

Der wissenschaftliche Artname verbindet zwei historisch bedeutsame Giftpflanzen miteinander. Die Kombination verdeutlicht die morphologische Ähnlichkeit der Blätter mit Vertretern der Gattung Datura.

In alten botanischen Schriften wurde die Art oft fälschlicherweise als bloße Varietät klassifiziert.

Verbreitungsgebiet

  • Iran
  • Aserbaidschan

Quellen

  • WFO (World Flora Online)
  • POWO (Plants of the World Online)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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