Hängende Tollkirsche (Atropa dependens)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Atropa dependens: Merkmale, Vorkommen und Botanik

In den nebligen Höhenlagen der südamerikanischen Anden verbirgt sich eine botanische Rarität, die eng mit den berüchtigten Tollkirschen Europas verwandt ist. Die wissenschaftliche Forschung schätzt Atropa dependens für ihre faszinierenden evolutionären Anpassungen an das raue Hochgebirgsklima.

Historische Aufzeichnungen peruanischer Expeditionen beschreiben diese Art in steilen, felsigen Hanglagen. Bis heute fasziniert Atropa dependens Botaniker weltweit durch ihre seltene Präsenz in unzugänglichen Tälern.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Solanales
  • Familie Solanaceae
  • Unterfamilie Solanoideae
  • Tribus Hyoscyameae
  • Gattung Atropa (Tollkirschen)
  • Art Atropa dependens (Hängende Tollkirsche)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Wuchsform von Atropa dependens zeichnet sich durch charakteristische hängende oder kletternde Zweige aus, die dem Taxon seinen botanischen Namen gaben. Die Pflanze entwickelt eine robuste Struktur, um den starken Winden der Andenregionen standzuhalten.

  • Blätter: Die Laubblätter sind meist eiförmig, ganzrandig und weisen eine feine Behaarung auf, die als Verdunstungsschutz dient.
  • Blüten: Einzelne, glockenförmige Blüten hängen an langen Stielen aus den Blattachseln und zeigen oft eine grünlich-weiße Färbung.
  • Früchte: Aus den Blüten entwickeln sich fleischige Beeren, welche eine Vielzahl kleiner, nierenförmiger Samen in sich tragen.

Blütezeit

Hauptsächlich während der regenreichen Monate von November bis April.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund des Gehalts an pharmakologisch aktiven Tropanalkaloiden findet diese Art vor allem in der ethnobotanischen Forschung Beachtung. In der traditionellen Medizin der Andenregionen wurden Extrakte historisch in sehr geringen Dosen verwendet.

  • Pharmakologie: Die enthaltenen Wirkstoffe dienen der Erforschung neuer antispasmodischer Substanzen.
  • Wissenschaft: Botanische Institute nutzen die Pflanze zur Analyse evolutionärer Stoffwechselwege innerhalb der Nachtschattengewächse.

Interessante Fakten

Die Entdeckungsgeschichte von Atropa dependens ist eng mit den großen botanischen Expeditionen des 18. und 19. Jahrhunderts in Südamerika verknüpft.

  • Namensherkunft: Das Epitheton beschreibt die markante Wuchsform der Zweige, die charakteristisch nach unten hängen.
  • Systematik: Neuere molekularbiologische Untersuchungen verdeutlichen die enge Verwandtschaft zu anderen andinen Nachtschattengewächsen.

Verbreitungsgebiet

  • Peru
  • Ecuador
  • Bolivien

Technische Information

Externe Datenbanken: POWO, Tropicos

Siehe auch

Schwarze Tollkirsche

Schwarze Tollkirsche

Atropa bella-donna

Die Schwarze Tollkirsche (Atropa bella-donna) ist eine der bekanntesten Giftpflanzen Europas. Sie vereint faszinierende Mythen …

Gelbe Tollkirsche

Gelbe Tollkirsche

Atropa lutea

Eine seltene, gelbblühende Art aus der Gattung der Tollkirschen (Atropa) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse.

Bitterholzbaum

Bitterholzbaum

Picrasma

Eine Gattung sommergrüner Bäume und Sträucher aus der Familie der Bittereschengewächse, bekannt für ihre ausgeprägte …