Tödliche Tollkirsche (Atropa lethalis)

Schwarze Tollkirsche Tollkirsche Belladonna
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Atropa lethalis (Atropa belladonna): Merkmale der Giftpflanze

Als geschichtsträchtige Giftpflanze besetzt Atropa lethalis eine besondere Nische in der europäischen Flora und Pharmakologie. Der botanische Name wird heute meist als Synonym für die Schwarze Tollkirsche geführt, die für ihre starke physiologische Wirkung bekannt ist. Sie kommt bevorzugt auf kalkhaltigen Böden im Halbschatten von Laubwäldern vor.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Solanales
  • Familie Solanaceae
  • Unterfamilie Solanoideae
  • Tribus Hyoscyameae
  • Gattung Atropa (Tollkirschen)
  • Art Atropa lethalis (Tödliche Tollkirsche)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die krautige Pflanze wächst aufrecht und verzweigt, wobei sie Wuchshöhen von über einem Meter erreichen kann. Ihre eiförmigen, ganzrandigen Blätter stehen im oberen Bereich der Triebe oft in ungleichen Paaren beisammen.

Die glockenförmigen Blüten weisen eine trüb-violette bis bräunliche Färbung auf und hängen einzeln an kurzen Stielen herab. Nach der Reife entwickeln sich daraus glänzende, tiefschwarze Beeren, die von einem sternförmig abstehenden Kelch umgeben sind.

Blütezeit

Juni bis August

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Eine direkte Nutzung im privaten Bereich ist aufgrund der extremen Giftigkeit ausgeschlossen. In der modernen Medizin und Homöopathie werden isolierte Inhaltsstoffe wie Atropin und Scopolamin für ophthalmologische und krampflösende Zwecke verwendet.

Interessante Fakten

Der historische Name verweist direkt auf die tödliche Wirkung der Beeren, die bereits in der Antike für Giftmischungen genutzt wurden. Trotz der Gefahr dienen die Beeren einigen Vögeln und Insekten als Nahrung, die unempfindlich gegenüber den Toxinen sind.

Verbreitungsgebiet

  • Deutschland
  • Österreich
  • Schweiz
  • Frankreich
  • Italien

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online): Royal Botanic Gardens, Kew
  • WFO (World Flora Online)
  • Tropicos: Missouri Botanical Garden

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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