Giftbeere (Atropa physalodes)

Kappenblatt Schalksbeere
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Atropa physalodes - Botanische Merkmale und Verbreitung

In den sonnigen Regionen Südamerikas beheimatet, zieht diese einjährige Pflanze heute weltweit die Aufmerksamkeit auf sich. Ihre auffälligen, hellblauen bis violetten Blüten und die lampionartigen Fruchtkelche machen sie zu einem markanten Vertreter der Gattung Nicandra.

Obwohl sie ursprünglich aus Peru stammt, hat sie sich als Neophyt in vielen gemäßigten Breiten etabliert. In der freien Natur besiedelt sie bevorzugt Schuttplätze, Wegränder und nährstoffreiche Äcker.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Solanales
  • Familie Solanaceae
  • Unterfamilie Solanoideae
  • Tribus Hyoscyameae
  • Gattung Atropa (Tollkirschen)
  • Art Atropa physalodes (Giftbeere)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 30 bis 100 Zentimetern und zeichnet sich durch einen stark verzweigten, oft kantigen Stängel aus. Die wechselständig angeordneten Blätter weisen einen unregelmäßig gezähnten bis gelappten Rand auf.

Besonders markant sind die glockenförmigen Blüten, die einzeln in den Blattachseln stehen. Nach der Bestäubung vergrößert sich der Kelch signifikant und umschließt die sich entwickelnde, kugelige Beere wie ein kleiner Lampion. Diese Schutzhülle erinnert stark an die nahe verwandten Blasenkirschen.

Blütezeit

Juli bis Oktober

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In manchen Gärten wird das Gewächs für verschiedene Zwecke kultiviert:

  • Zierpflanze: Die hellblauen Blüten sind dekorativ.
  • Schädlingsabwehr: Der Geruch vertreibt Weiße Fliegen.

Aufgrund des Gehalts an toxischen Inhaltsstoffen wird von einer Verwendung dringend abgeraten. Alle Pflanzenteile gelten als giftig und bergen erhebliche gesundheitliche Risiken.

Interessante Fakten

Der botanische Artname weist direkt auf die Ähnlichkeit mit Physalis-Arten hin. Im englischen Sprachraum ist die Pflanze auch als "shoofly plant" bekannt, was auf ihre fliegenabwehrende Eigenschaft hindeutet.

Verbreitungsgebiet

  • Peru

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • WFO: World Flora Online

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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