Knoblauchbaum (Gallesia)

Pau d'alho
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Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Gallesia: Steckbrief, Merkmale und Verbreitung der Petiveriaceae-Gattung

Die südamerikanischen Wälder beherbergen mit der Gattung Gallesia ein bemerkenswertes botanisches Taxon, das für seine charakteristischen Eigenschaften bekannt ist. Diese Gehölze zeichnen sich durch ein markantes Erscheinungsbild aus und spielen eine wichtige Rolle in ihren natürlichen Ökosystemen. Benannt wurde die Gattung zu Ehren des italienischen Botanikers und Forschers Giorgio Gallesio.

Als monotypische Gattung enthält sie nach moderner Auffassung nur eine einzige anerkannte Art, nämlich Gallesia integrifolia. Ursprünglich wurde die Gattung im Jahr 1842 durch den Botaniker Giuseppe Casaretto in Brasilien erstbeschrieben.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • eudicots
  • Superasterids
  • Ordnung Caryophyllales
  • Familie Petiveriaceae
  • Gattung Gallesia (Knoblauchbaum)

Morphologie

Vertreter der Gattung Gallesia wachsen als mittelgroße bis große Bäume, die eine beachtliche Wuchshöhe erreichen können. Ein auffälliges Merkmal ist der intensive, an Knoblauch erinnernde Geruch, den alle Pflanzenteile bei Verletzung abgeben.

Die morphologischen Hauptmerkmale umfassen:

  • Blätter: Die Laubblätter sind ungeteilt und ganzrandig, was sich im Artepitheton integrifolia widerspiegelt. Sie sind wechselständig angeordnet.
  • Blüten: Die Blütenstände sind meist rispig oder traubig und tragen zahlreiche kleine, unscheinbare Blüten.
  • Früchte: Es werden geflügelte Nussfrüchte (Samaras) gebildet, die sich hervorragend für die Windverbreitung eignen.

Anwendungen

In ihrer Heimat wird Gallesia integrifolia aufgrund des harten Holzes lokal für forstwirtschaftliche Zwecke und als Konstruktionsholz genutzt. Zudem besitzt die Pflanze eine Bedeutung in der traditionellen Volksmedizin Südamerikas, wo Extrakte der Rinde und Blätter Anwendung finden. Aufgrund der enthaltenen Schwefelverbindungen wird das Holz auch als natürliches Insektizid oder Repellent geschätzt.

Interessante Fakten

Der Name der Pflanze im brasilianischen Portugiesisch lautet Pau d'alho, was übersetzt Knoblauchholz bedeutet. Dieser Name verweist auf die starke Duftnote des Holzes. Selbst nach Regenfällen kann ein stehender Baum in seiner unmittelbaren Umgebung einen wahrnehmbaren Knoblauchgeruch verströmen.

Verbreitungsgebiet

  • Bolivien
  • Brasilien
  • Ecuador
  • Peru

Natürliche Varietäten

Quellen

  • POWO (Plants of the World Online)
  • WFO (World Flora Online)
  • GBIF (Global Biodiversity Information Facility)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos