Schweinfurths Hannoa (Hannoa schweinfurthii)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Hannoa schweinfurthii | Pflanzeneigenschaften und Vorkommen

Mit einem Verbreitungsgebiet, das sich über die Savannen und Galeriewälder Zentralafrikas erstreckt, besiedelt diese Gehölzart vorwiegend gut durchlässige Böden. Sie zeigt eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber saisonalen Trockenzeiten in ihrer natürlichen Umgebung. Die Pflanze bildet in diesen halbtrockenen Übergangszonen wichtige Nischen für die lokale Fauna.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Hannoa (Hannoa-Baum)
  • Art Hannoa schweinfurthii (Schweinfurths Hannoa)

Morphologie

Diese Art entwickelt eine locker verzweigte Krone mit graubrauner, leicht rissiger Rinde. Die Fiederblätter bestehen aus mehreren Paaren elliptischer Blättchen, die am Rand ganzrandig sind. Die Behaarung der jungen Triebe ist deutlich schwächer ausgeprägt als bei verwandten Arten.

Die cremeweißen bis leicht grünlichen Blüten stehen in endständigen Rispen und verströmen einen schwachen Duft. Die daraus entstehenden elliptischen Früchte verfärben sich bei der Reife dunkel und enthalten jeweils einen einzelnen, ölhaltigen Samen.

Anwendungen

In der Volksmedizin werden Auszüge der Wurzeln zur Linderung von Fieberzuständen eingesetzt. Die im Holz und in der Rinde vorkommenden Quassinoide verleihen allen Pflanzenteilen einen extrem bitteren Geschmack.

Eine forstwirtschaftliche Nutzung findet aufgrund des verstreuten Vorkommens und des langsamen Wachstums nicht statt. Das Holz wird gelegentlich als Brennstoff oder für kleine Haushaltsgeräte in ländlichen Regionen verwendet.

Interessante Fakten

Benannt wurde die Art zu Ehren des deutschen Afrikaforschers und Botanikers Georg Schweinfurth, der im 19. Jahrhundert zahlreiche Pflanzen im tropischen Afrika sammelte. Die extremen Bitterstoffe schützen die Blätter effektiv vor Weidetieren.

Verbreitungsgebiet

  • Südsudan
  • Zentralafrikanische Republik
  • Demokratische Republik Kongo

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO) – Nachweis der Synonyme und Verbreitung
  • World Flora Online (WFO) – Systematik und taxonomischer Status
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF) – Globale Nachweise und Herbarbelege

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos