Verwandter Milchorangenbaum (Maclura affinis)

Färbermaulbeerbaum Tatajuba
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Maclura affinis: Botanische Merkmale und holzwirtschaftliche Nutzung

Durch ihre enge Verwandtschaft mit anderen tropischen Holzgewächsen erhielt Maclura affinis ihren wissenschaftlichen Artnamen. Friedrich Anton Wilhelm Miquel beschrieb das Taxon im Jahr 1853 im Standardwerk Flora Brasiliensis. Aus moderner taxonomischer Sicht wird der Name als Synonym für die variable Art Maclura tinctoria geführt.

Dieser Baum wächst vorwiegend in den feuchten bis halb-immergrünen Wäldern Brasiliens. Er ist bekannt für seine spitzigen Dornen und das wertvolle, farbstoffhaltige Kernholz. Die Früchte dienen als wichtige Nahrungsquelle im Waldökosystem.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Moraceae
  • Gattung Maclura (Milchorangen)
  • Art Maclura affinis (Verwandter Milchorangenbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Diese Baumart wächst aufrecht und erreicht Höhen von meist 15 bis 25 Metern mit einem schlanken Stamm. Die Äste tragen scharfkantige, einzeln stehende Dornen in den Blattachseln, die bei älteren Bäumen im oberen Kronenbereich reduziert sein können. Die Rinde ist hellgrau und sondert bei Beschädigung weißen Latex ab.

Die wechselständigen Blätter sind länglich-oval bis lanzenförmig zugespitzt und besitzen einen glatten oder leicht gewellten Rand. Als zweihäusige Pflanze trägt ein Baum entweder ausschließlich männliche oder weibliche Blütenstände. Die männlichen Blüten bilden hängende, gelbgrüne Kätzchen, während die weiblichen in dichten Köpchen stehen.

Die kugeligen Fruchtstände haben einen Durchmesser von etwa ein bis zwei Zentimetern. Bei Vollreife nehmen sie eine gelblich-grüne Färbung an und verströmen einen schwachen Duft. Sie enthalten mehrere kleine, eiförmige Nüsschen.

Blütezeit

Frühjahr

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Das schwere Hartholz besitzt eine hohe Dichte und wird traditionell für anspruchsvolle Außenkonstruktionen verwendet. Wegen seiner natürlichen Dauerhaftigkeit schätzen Handwerker das Holz für Pfosten, Schwellen und feine Holzschnitzereien.

Das Kernholz liefert zudem den traditionellen Farbstoff Fustic, der zum Färben von Wolle und Baumwolle genutzt wird. Die Früchte sind essbar, haben einen angenehm süßlichen Geschmack und werden von Wildtieren gesammelt. In manchen Regionen dient die Art als Schattenspender auf Weideflächen.

Interessante Fakten

Die Erstbeschreibung erfolgte im Rahmen der berühmten botanischen Expeditionen von Carl Friedrich Philipp von Martius in Brasilien. Der botanische Beiname affinis deutet auf die verblüffende morphologische Ähnlichkeit zu nah verwandten Taxa hin.

Junge Triebe weisen deutlich längere Dornen auf als ältere Zweige, um sich wirksam vor Wildverbiss zu schützen. Die Samen weisen eine hohe Keimfähigkeit auf und werden hauptsächlich durch Vögel verbreitet.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien

Quellen

  • World Flora Online (WFO)
  • Plants of the World Online (POWO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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