Färber-Maklura (Maclura tinctoria)

Färbermaulbeerbaum Gelbholz Echtes Gelbholz Fustikholz
IUCN: Вызывает наименьшие опасения
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Färbermaulbeerbaum (Maclura tinctoria) | Pflanzen-Lexikon

Tief in den neotropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas verbirgt sich ein Baum, dessen leuchtendes Inneres einst die Uniformen ganzer Armeen färbte. Das harte Holz von Maclura tinctoria liefert einen wertvollen gelben Farbstoff, der besonders im Ersten Weltkrieg zur Herstellung von khakifarbener Militärkleidung berühmt wurde.

Dieser stattliche Baum bildet in seiner Heimat oft ausladende Kronen mit dornenbesetzten Zweigen aus und schützt sich so vor Fressfeinden. Ein weißer, milchiger Saft durchzieht alle Pflanzenteile von Maclura tinctoria und zeugt von der engen Verwandtschaft zu den klassischen Maulbeergewächsen.

Während die süßen Sammelfrüchte von Vögeln und Affen geschätzt werden, nutzen die Menschen vor Ort das extrem witterungsbeständige Holz für den Schiffbau und langlebige Pfosten. Heute fasziniert die Art sowohl durch ihre ökologische Bedeutung als auch durch ihre historische Rolle im globalen Handel.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Moraceae
  • Gattung Maclura (Milchorangen)
  • Art Maclura tinctoria (Färber-Maklura)

Lebendiger Puls

Morphologie

Wuchsform und Rinde: Maclura tinctoria wächst als mittelgroßer bis großer Baum oder Strauch, der Wuchshöhen von 20 bis 30 Metern und Stammdurchmesser von bis zu 90 Zentimetern erreichen kann. Die glatte Rinde ist von graubrauner Farbe, weist zahlreiche gelbliche Lentizellen auf und führt bei Verletzung einen weißen Milchsaft. Ältere Bäume bilden oft ausgeprägte Brettwurzeln an der Stammbasis aus, während junge Triebe häufig mit kurzen, spitzen Dornen bewehrt sind.

Laubblätter: Die wechselständig angeordneten Blätter haben eine papierig-ledrige Textur und kurze Stiele. Ihre Form variiert von elliptisch bis eiförmig mit einer zugespitzten Spitze und einem glatten, gesägten oder gelappten Rand. Sie erreichen eine Länge von 5 bis 15 Zentimetern.

Blüten und Fortpflanzung: Die Art ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch), sodass männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Bäumen wachsen. Die Blütenstände zeigen sich in unterschiedlichen Formen:

  • Männliche Blütenstände: Sie bilden grüngelbe, walzenförmige und hängende Kätzchen, die eine Länge von bis zu 12 Zentimetern erreichen können.
  • Weibliche Blütenstände: Diese präsentieren sich als kompakte, weiß-grüne Köpfchen mit einem Durchmesser von etwa 8 bis 12 Millimetern und tragen auffällig lange, fadenförmige Narben.

Früchte: Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich fleischige Scheinfrüchte mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Zentimetern. Diese Sammelfrüchte sind im reifen Zustand süß, essbar und enthalten zahlreiche flache, bräunliche Steinkerne.

Anwendungen

Färbemittel (Fustik): Aus dem gelben Kernholz wird das traditionelle Färbemittel gewonnen, das durch die Farbstoffe Morin und Maclurin charakterisiert ist. Zusammen mit verschiedenen Beizen lassen sich unterschiedlichste Farbtöne erzeugen:

  • Gelb und Gold: Mit Kaliumdichromat entsteht ein edler Altgold-Ton.
  • Grünnuancen: In Kombination mit Indigo oder Waid lassen sich leuchtende Grüntöne erzeugen, während Eisensulfat dunkle Grüntöne liefert.
  • Olive: Kupfersulfat führt in Verbindung mit dem Farbstoff zu olivgrünen Nuancen.

Holzwirtschaft: Das schwere, extrem harte und haltbare Holz ist als „Gelbholz“ bekannt. Es wird lokal für den Bau, für Zaunpfähle sowie zur Herstellung hochwertiger Furniere und Parkettböden verwendet.

Weitere Nutzungen: Die Blätter dienen in einigen Regionen als nahrhaftes Futter für Seidenraupen. Zudem sind die reifen, süßlichen Früchte essbar und werden von der lokalen Bevölkerung frisch verzehrt.

Interessante Fakten

Armeekleidung im Ersten Weltkrieg: Der aus dem Holz gewonnene Farbstoff spielte eine strategische Rolle für das US-Militär. Während des Ersten Weltkriegs wurden die typischen khakifarbenen Uniformen der Soldaten maßgeblich mit den Extrakten dieses Baumes gefärbt.

Guaraní-Bedeutung: In der Sprache der Guaraní wird der Baum auch als tatajyva bezeichnet. Dies lässt sich poetisch mit „Arm des Feuers“ übersetzen, was vermutlich auf das feurig-gelbe Kernholz anspielt.

Abgrenzung zu jungem Fustik: Der aus Amerika stammende Färbermaulbeerbaum wird im Handel auch als „Alter Fustik“ bezeichnet. Dies dient der Unterscheidung vom „Jungen Fustik“ (Cotinus coggygria), einem Perückenstrauch aus Eurasien, dessen Färbekraft weniger dauerhaft ist.

Verbreitungsgebiet

  • Mexiko
  • Brasilien
  • Argentinien
  • Kolumbien
  • Venezuela
  • Peru
  • Paraguay
  • Bolivien
  • Ecuador
  • Jamaika
  • Kuba
  • Costa Rica
  • Panama
  • Guatemala
  • Honduras

Natürliche Varietäten

Technische Information

Taxonsynonyme: Chlorophora tinctoria, Maclura mora, Morus tinctoria

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Milchorangenbaum

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Der Milchorangenbaum ist ein dorniges Holzgewächs aus Nordamerika. Er zeichnet sich durch extrem hartes Bogenholz …

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