Dornige Milchorange (Maclura spinosa)

Spiny Maclura
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Maclura spinosa: Dornige Maclura aus Südasien

Durch ihre stark ausgeprägten, wehrhaften Dornen fällt die Maclura spinosa in den Monsunwäldern Südasiens sofort auf. Diese verholzte Pflanze wächst vorwiegend als großer, dorniger Strauch oder kletternde Liane in trockeneren Laubwäldern Indiens und Sri Lankas. Sie ist hervorragend an saisonal trockene Klimabedingungen angepasst und bildet dichte, undurchdringliche Dickichte.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • Ordnung Rosales
  • Familie Moraceae
  • Gattung Maclura (Milchorangen)
  • Art Maclura spinosa (Dornige Milchorange)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die anatomischen Merkmale von Maclura spinosa spiegeln ihre Anpassung an trockene Standorte wider:

  • Wuchsform: Ausladender, dorniger Strauch oder kleiner Baum mit einer grauen bis bräunlichen Rinde. In den Blattachseln befinden sich kräftige, sehr spitze Dornen.
  • Laubblätter: Wechselständig stehend, verkehrt-eiförmig bis schmal-elliptisch. Sie sind ganzrandig, weisen eine stumpfe oder leicht zugespitzte Blattspitze auf und sind weitgehend kahl.
  • Blütenstände: Die Art ist zweihäusig. Männliche Blütenstände sind kugelige, lang gestielte Köpfchen aus winzigen, gelblich-grünen Blüten. Weibliche Blütenstände sind ebenfalls kugelig, aber kompakter.
  • Fruchtform: Kugelige Sammelfrüchte, die im reifen Zustand eine fleischige, gelb-orangefarbene Hülle besitzen und die kleinen Samen schützen.

Anwendungen

In der traditionellen asiatischen Medizin, insbesondere im Ayurveda, finden Pflanzenteile von Maclura spinosa unter dem Synonym Plecospermum spinosum Anwendung zur Linderung von Entzündungen. Die Rinde und die Wurzeln enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Xanthone, die antioxidative und antimikrobielle Eigenschaften aufweisen. Zudem lässt sich aus dem Kernholz ein natürlicher gelber Farbstoff gewinnen, der in der Vergangenheit zum Färben von Textilien genutzt wurde.

Interessante Fakten

Die Pflanze zeichnet sich durch geschichtliche und biochemische Besonderheiten aus:

  • Wehrhafter Schutz: Die ausgeprägten Dornen dienen nicht nur dem Klettern, sondern schützen das Gehölz in trockenen Savannen effektiv vor großen Pflanzenfressern.
  • Nomenklatur: Das Taxon wanderte durch zahlreiche Gattungen und war lange Zeit als Plecospermum spinosum bekannt, bis der Botaniker C.C. Berg die Verwandtschaftsverhältnisse neu ordnete.

Verbreitungsgebiet

  • Indien
  • Sri Lanka

Quellen

  • Kew Science: Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • International Plant Names Index (IPNI)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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