Echter Meerrettichbaum (Moringa moringa)

Meerrettichbaum Moringa Wunderbaum
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Moringa moringa (Meerrettichbaum) – Nutzen, Anbau & Pflege

Unter der wissenschaftlichen Bezeichnung Moringa moringa wird eine außergewöhnlich vielseitige Nutzpflanze geführt, die in tropischen und subtropischen Regionen gedeiht.

Die Pflanze ist für ihr schnelles Wachstum und ihre Toleranz gegenüber kargen Böden bekannt. Fast alle Teile des Baumes sind nutzbar, was ihn zu einer wertvollen Ressource für Ernährung und traditionelle Medizin macht.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Brassicales
  • Gattung Moringa (Meerrettichbaum)
  • Art Moringa moringa (Echter Meerrettichbaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser laubabwerfende Baum kann Wuchshöhen von bis zu zehn bis zwölf Metern erreichen. Sein Stamm ist verhältnismäßig weich und korkig, mit einer hellgrauen Rinde.

Die Blätter sind doppelt oder dreifach gefiedert, wechselständig angeordnet und weisen ein sattes Grün auf. Die weißen bis cremefarbenen Blüten stehen in großen, hängenden Rispen und verströmen einen angenehmen Duft.

Die Früchte bestehen aus langen, gerippten Kapseln, welche dunkelbraune, geflügelte Samen enthalten.

Blütezeit

Blüht in warmen Klimaten fast ganzjährig, besonders von März bis September.

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Pflegeparameter

Licht

Volle Sonne; benötigt einen sehr hellen Standort für optimales Wachstum.

Bewässerung

Mäßig gießen; verträgt Trockenheit gut, Staunässe muss unbedingt vermieden werden.

Temperatur

Warm; ideal sind 25 °C bis 35 °C, verträgt keinen Frost.

Luftfeuchtigkeit

Gering bis mäßig; kommt mit trockener Luft sehr gut zurecht.

Toxizität

Ungiftig; Blätter, Blüten und junge Schoten sind essbar.

Anwendungen

Die Blätter sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen und werden frisch oder getrocknet als Pulver verzehrt. Aus den Samen gewonnene Extrakte dienen aufgrund ihrer koagulierenden Eigenschaften der Trinkwasserreinigung.

Die traditionelle Medizin nutzt verschiedene Pflanzenteile zur Linderung von Entzündungen und zur Förderung der Verdauung. Das aus den Samen gepresste Behenöl wird zudem in der Kosmetikindustrie geschätzt.

Interessante Fakten

Wegen der außergewöhnlichen Nährstoffdichte wird der Baum oft als Wunderbaum oder Baum des Lebens bezeichnet. Seine Wurzeln enthalten Senfölglykoside, weshalb sie einen scharfen, an Meerrettich erinnernden Geschmack besitzen.

Sorten und Kultivare

In Indien wurden ertragreiche Zuchtsorten wie 'PKM-1' und 'PKM-2' entwickelt, die auf eine schnelle Blüte und hohe Schotenproduktion hin optimiert sind. Diese Sorten ermöglichen eine intensivere landwirtschaftliche Nutzung.

Verbreitungsgebiet

  • Indien
  • Thailand
  • Philippinen

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos.org

Technische Information

Externe Datenbanken: POWO, Tropicos

Siehe auch

Behennussbaum

Behennussbaum

Moringa oleifera

Der Meerrettichbaum (Moringa oleifera) ist eine schnellwachende Nutzpflanze aus der Himalaya-Region. Fast alle Teile des …