Behennussbaum
Moringa oleifera
Der Meerrettichbaum (Moringa oleifera) ist eine schnellwachende Nutzpflanze aus der Himalaya-Region. Fast alle Teile des …
In den sonnenverbrannten, steinigen Wadis rund um das Rote Meer überlebt ein außergewöhnlicher Überlebenskünstler der Pflanzenwelt. Moringa peregrina trotzt der extremen Hitze und Trockenheit mit tief reichenden Wurzeln und einer erstaunlichen Anpassungsfähigkeit.
Dieser laubabwerfende Baum fällt durch seine feinen, fast nadelartigen hängenden Zweige und seine zarten, weiß-rosa Blüten auf, die den kargen Landschaften zeitweise eine überraschende Ästhetik verleihen. Die Pflanze dient in ihren Heimatregionen als wertvolle Ressource für Mensch und Tier gleichermaßen.
Schon in der Antike schätzten die Ägypter und Griechen die Samen des Baumes zur Gewinnung des berühmten Ben-Öls. Bis heute ist der Baum tief in der Kultur und traditionellen Medizin der Wüstenvölker verwurzelt.
Moringa peregrina wächst als kleiner, laubabwerfender Baum, der Wuchshöhen von 6 bis 10 Metern, selten auch bis zu 12 Metern erreicht. Charakteristisch sind seine extrem dünnen, hängenden Äste, die dem Baum ein filigranes, fast schleierartiges Aussehen verleihen.
Die Blätter sind doppelt gefiedert und weisen eine besondere evolutionäre Anpassung auf. Um den Wasserverlust durch Transpiration zu minimieren, werfen die Pflanzen ihre kleinen Fiederblättchen frühzeitig ab, sodass nur die blattgrünen Stiele verbleiben, die die Photosynthese übernehmen.
Die Blüten des Baumes erscheinen zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst. Sie besitzen fünf Kronblätter, sind weiß bis zartrosa oder rötlich gestreift und verströmen einen intensiven Duft, der zahlreiche Bestäuber anlockt.
Aus den Blüten entwickeln sich auffällige, bis zu 30 Zentimeter lange, schmale Kapselfrüchte mit tiefen Längsfurchen. Bei Reife springen diese Früchte dreiklappig auf und geben die großen, weißlichen Samen frei, welche als Bennüsse bekannt sind.
Blüht zweimal jährlich: im Frühjahr zwischen Februar und März sowie im Herbst.
Die vielseitige Nutzbarkeit von Moringa peregrina macht sie zu einer überlebenswichtigen Ressource in trockenen Gebieten. Die proteinreichen Blätter dienen als Nahrungsmittel sowie als nahrhaftes Futter für das Vieh.
Rund um die Gewinnung des wertvollen Öls durch die Beduinen ranken sich faszinierende Aberglauben. Die Ölgewinnung musste in absoluter Einsamkeit erfolgen, da man glaubte, dass der Blick von Zuschauern den Ertrag drastisch verringern oder ganz verhindern würde. Zudem durfte das Feuer für diesen Prozess ausschließlich mit dem Holz von Moringa peregrina betrieben werden.
Die historische Bedeutung des Baumes reicht weit zurück bis in das alte Ägypten. Archäologische Funde in pharaonischen Gräbern belegen, dass die Ägypter das Öl bereits vor Jahrtausenden schätzten, unter anderem zur Konservierung der Jugend und zur Herstellung von Kosmetika.
Auch berühmte historische Mediziner würdigten die Pflanze in ihren Schriften:
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Moringa hildebrandtii
Ein monumentaler, wasserspeichernder Baum aus Madagaskar, der in freier Wildbahn als ausgestorben gilt und nur …
Moringa arborea
Ein seltener, an extrem trockene Bedingungen angepasster Baum aus der Familie der Moringagewächse, der in …
Moringa ovalifolia
Moringa ovalifolia, auch Sprokiesboom genannt, ist ein sukkulenter Flaschenbaum aus den Wüsten Namibias und Angolas. …