Zwergmoringa (Moringa pygmaea)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Moringa pygmaea: Die kleinste Moringa-Art Somalias

Als kleinste Vertreterin ihrer Gattung besiedelt Moringa pygmaea die kargen Trockengebiete im Nordosten Somalias. Diese extrem seltene, knollenbildende Pflanze galt lange Zeit als verschollen. Erst im Jahr 2001 gelang ihre Wiederentdeckung in freier Wildbahn.

Aufgrund ihrer extremen Spezialisierung und des begrenzten Verbreitungsgebiets stellt sie eine botanische Besonderheit dar. In Kultur ist diese Art praktisch unbekannt.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ Superrosids
  • ∟ rosids
  • ∟ malvids
  • ∟ Ordnung Brassicales
  • ∟ Gattung Moringa (Meerrettichbaum)
  • ∟ Art Moringa pygmaea (Zwergmoringa)

Lebendiger Puls

Morphologie

Moringa pygmaea unterscheidet sich drastisch von ihren baumförmigen Verwandten durch ihren krautigen Wuchs. Die Pflanze überdauert Trockenzeiten mithilfe einer unterirdischen Knolle.

Zu den morphologischen Hauptmerkmalen gehören:

  • Die Blätter sind dreifach gefiedert aufgebaut.
  • Sie besitzt eine ausgeprägte, fleischige Rübenwurzel als Wasserspeicher.
  • Die Blüten weisen eine leuchtend gelbe Färbung auf.

Dieser Zwergwuchs schützt die Pflanze vor den ständigen Winden und der intensiven Sonneneinstrahlung ihrer Heimat. Die gesamte oberirdische Biomasse bleibt minimal.

Anwendungen

Aufgrund der extremen Seltenheit und des winzigen Verbreitungsgebiets gibt es keine wirtschaftliche oder gärtnerische Nutzung für diese Art. Sie besitzt jedoch einen unschätzbaren Wert für die Erforschung der Evolution der Gattung Moringa.

Die Pflanze verbleibt ausschließlich als Objekt wissenschaftlichen Interesses geschützt.

Interessante Fakten

Nach ihrer Entdeckung im Jahr 1980 blieb diese Zwergart über zwei Jahrzehnte lang unauffindbar, weshalb Botaniker sie bereits für ausgestorben erklärten. Erst eine gezielte Expedition im Jahr 2001 konnte die Existenz lebender Populationen bestätigen.

Sie gilt als das absolute Gegenstück zum großen afrikanischen Moringa-Baum.

Verbreitungsgebiet

  • Somalia

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

Behennussbaum

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