Herero-Portulak
Portulaca hereroensis
Niedrig wachsende, sukkulente Pflanze aus den Trockensavannen des südlichen und östlichen Afrikas, benannt nach dem …
Portulaca armitii ist eine niedrig wachsende, krautige Sukkulente, die in den sonnendurchfluteten Savannen und offenen Trockenwäldern des nördlichen Australiens beheimatet ist. Ihr Artname ehrt den Naturforscher William Edington de Margrat Armit, der im 19. Jahrhundert als Polizist und Pflanzensammler die abgelegenen Regionen von Queensland erkundete.
Wissenschaftlich beschrieben wurde das Gewächs im Jahr 1877 von Ferdinand von Mueller, dem bedeutendsten Erforscher der australischen Flora seiner Zeit. In der modernen Systematik wird das Taxon als Synonym zu Portulaca filifolia oder innerhalb des Verwandtschaftskreises von Portulaca digyna geführt, ohne dass hierdurch seine spannende Entdeckungsgeschichte an Bedeutung verliert.
Der Habitus von Portulaca armitii ist ganz auf das Überleben in stark besonnten, rasch austrocknenden Böden ausgerichtet. Die einjährige oder kurzlebig ausdauernde Pflanze bildet niederliegende bis aufsteigende Sprosse, die sich dicht über das Substrat schieben.
Die fleischigen Stängel verzweigen sich bereits nahe der Basis und speichern in ihrem Wasserspeichergewebe — großen, dünnwandigen Zellen im Inneren — wertvolle Feuchtigkeitsreserven für Trockenperioden. An den Knoten sitzen unscheinbare Haarbüschel, die als Axillarhaare bezeichnet werden und das Mikroklima rund um die jungen Knospen schützen.
Die einzeln oder in kleinen Gruppen am Ende der Triebe sitzenden Blüten öffnen sich nur für wenige Stunden bei voller Sonneneinstrahlung. Ihre zarten Kronblätter leuchten in warmen Gelb- oder Rosatönen und umgeben zahlreiche Staubblätter, die bei leichter Berührung durch bestäubende Insekten ihren Pollen freigeben.
Sommer bis Herbst (in der Regenzeit der Südhalbkugel)
Während die meisten Pflanzen bei extremer Hitze und Trockenheit ihre Stomata — die mikroskopisch kleinen Spaltöffnungen der Blätter — schließen müssen und dadurch in eine Art Hungerzustand verfallen, nutzt Portulaca armitii wie ihre nahen australischen Verwandten eine außergewöhnliche biochemische Doppelstrategie.
Unter normalen Bedingungen nach den Sommerregen arbeitet das Gewächs mit dem hocheffizienten C4-Stoffwechsel, bei dem Kohlendioxid räumlich getrennt vorfixiert wird, sodass selbst bei hohen Temperaturen kaum Wasser verloren geht. Sobald der Boden jedoch vollkommen austrocknet, schaltet die Pflanze nahtlos auf den CAM-Mechanismus (Crassulaceen-Säurestoffwechsel) um und öffnet ihre Poren ausschließlich in der kühlen Nacht.
Portulaca hereroensis
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