Cedron-Simaba (Simaba cedron)

Cedron Cedronbohne

Simaba cedron (Cedron) – Merkmale, Wirkung & Verbreitung

Die dichten Regenwälder Mittel- und Südamerikas beherbergen einen bemerkenswerten kleinen Baum, der vor allem für seine extrem bitteren Samen bekannt ist. Unter dem botanischen Namen Simaba cedron wächst dieses Gehölz vorwiegend im Unterholz feuchter Tropenregionen. Historisch erlangte die Pflanze Bekanntheit als traditionelles Heilmittel gegen Schlangenbisse.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Simaba (Simaba-Baum)
  • Art Simaba cedron (Cedron-Simaba)

Morphologie

Dieser kleine Baum zeichnet sich durch seine außergewöhnlich großen, gefiederten Blätter aus, die Längen von 70 bis 100 Zentimetern erreichen können. Jedes Blatt setzt sich aus etwa zwanzig schmalen Fiederblättchen zusammen. Die Blüten stehen in endständigen Rispen, die eine beachtliche Länge von bis zu einem Meter erreichen.

Die duftenden Blüten besitzen eine zart behaarte Krone und leuchten in einem warmen Gelbton. Aus ihnen entwickeln sich apfelgroße Früchte, die jeweils einen einzigen, intensiv bitteren Samen umschließen.

Anwendungen

In den Herkunftsländern wird der Samen traditionell zur Behandlung von Wechselfieber und Magenbeschwerden genutzt. Die darin enthaltenen Bitterstoffe wirken in geringer Dosierung fiebersenkend. Eine Überdosierung ist jedoch gefährlich, da die Pflanze hochgiftig ist und heftiges Erbrechen auslösen kann.

Interessante Fakten

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1846 durch den französischen Botaniker Jules Émile Planchon. Wegen des bitteren Geschmacks wurden die Samen früher im internationalen Handel teuer bezahlt. Reisende in Mittelamerika trugen oft eine getrocknete Cedronbohne als Schutz vor Schlangenbissen bei sich.

Verbreitungsgebiet

  • Kolumbien
  • Costa Rica
  • Panama
  • Brasilien
  • Venezuela
  • Bolivien

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos (Missouri Botanical Garden)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos