Reichblütige Simaba (Simaba floribunda)
Simaba floribunda – Blütenreichtum und brasilianische Heimat
In den trockeneren Caatinga-Gebieten sowie den feuchten Küstenwäldern des östlichen Brasiliens entfaltet Simaba floribunda ihre charakteristische Blütenpracht. Das Verbreitungsgebiet dieser Art erstreckt sich über zahlreiche Bundesstaaten von Rio Grande do Norte bis nach Rio de Janeiro.
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung verdanken wir dem französischen Botaniker Auguste de Saint-Hilaire, der im 19. Jahrhundert die brasilianische Flora intensiv erforschte. Diese Pflanze gilt als typischer Vertreter der Transitionshabitate zwischen Regenwald und Trockensavanne.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Angiosperms
- ∟ mesangiosperms
- ∟ eudicots
- ∟ Superrosids
- ∟ rosids
- ∟ malvids
- ∟ Ordnung Sapindales
- ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
- ∟ Gattung Simaba (Simaba-Baum)
- ∟ Art Simaba floribunda (Reichblütige Simaba)
Morphologie
Diese Wuchsform präsentiert sich als robuster Strauch or kleiner Baum mit einer graubraunen, leicht rissigen Borke. Die Blätter sind unpaarig gefiedert und bestehen aus ledrigen, dunkelgrün glänzenden Blättchen mit glattem Rand.
Die namensgebenden, reich verzweigten Blütenstände tragen eine Vielzahl von gelblich-weißen bis cremefarbenen Blüten. Die fünfzähligen Blüten weisen behaarte Kronblätter auf und stehen in dicht gedrängten Rispen zusammen.
Nach der Blütezeit reifen eiförmige, grüne bis gelbliche Steinfrüchte heran, die bei Reife zu Boden fallen. Die darin enthaltenen Samen besitzen eine feste Schale und überstehen auch längere Trockenperioden im Boden.
Anwendungen
Traditionell finden Rinde und Blätter in der lokalen Volksmedizin Brasiliens Anwendung, wo ihnen fiebersenkende und tonisierende Eigenschaften zugeschrieben werden. Die Wissenschaft untersucht die enthaltenen Quassinoide auf ihre biologische Wirksamkeit.
Aufgrund der dekorativen, üppigen Blütenstände besitzt die Pflanze ein gewisses Potenzial für die Verwendung im ökologischen Landschaftsbau in halbtrockenen Regionen.
Interessante Fakten
Das Epitheton floribunda bedeutet übersetzt „reichblühend“ und beschreibt treffend die dichten Blütenrispen, die die Zweige während der Hauptblütezeit bedecken.
Dank ihrer Anpassungsfähigkeit kann diese Art sowohl in den sandigen Böden der Küstendünen (Restingas) als auch in den steinigen Böden der Caatinga-Savannen überleben.
Verbreitungsgebiet
- Rio Grande do Norte
- Pernambuco
- Bahia
- Alagoas
- Sergipe
- Minas Gerais
- Espírito Santo
- Rio de Janeiro
Quellen
- GBIF Secretariat (2025): GBIF Backbone Taxonomy.
- POWO (2026): Plants of the World Online. Facilitated by the Royal Botanic Gardens, Kew.
- WFO (2026): World Flora Online.