Maya-Kalunga (Simaba maiana)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Simaba maiana – Botanische Merkmale und Verbreitung

Im Osten Brasiliens, insbesondere in den Bundesstaaten Maranhão und Rio de Janeiro, bewohnt die botanisch faszinierende Art Simaba maiana küstennahe und landeinwärts gelegene Übergangsvegetationen. Dieser Vertreter der Bittereschengewächse (Simaroubaceae) gedeiht vorwiegend in tropischen Gebieten unter dem Einfluss wechselfeuchter Klimate.

Die Erstbeschreibung erfolgte durch den italienischen Botaniker Giovanni Casaretto im 19. Jahrhundert. Seitdem gilt diese Spezies als wertvoller Bestandteil der lokalen Biodiversität, obwohl sie im Vergleich zu anderen Gattungsvertretern selten dokumentiert wird.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Simaba (Simaba-Baum)
  • Art Simaba maiana (Maya-Kalunga)

Morphologie

Als holzige Pflanze bildet diese Art gut verzweigte Sträucher oder kleinere Bäume aus. Die wechselständig angeordneten Laubblätter weisen eine typisch gefiederte Struktur auf, die für viele Simaroubaceae charakteristisch ist.

Die Blütenstände tragen kleine, meist unscheinbare Blüten mit einer doppelten Blütenhülle, deren Kronblätter grünlich bis weißlich gefärbt sind. Sie verströmen oft einen dezenten Duft, um spezifische Insektenbestäuber anzulocken.

Die ausgebildeten Steinfrüchte enthalten Samen, die durch lokale Fauna oder durch Schwerkraft verbreitet werden. Ihre Rinde enthält bittere Inhaltsstoffe, die vermutlich als Fraßschutz gegen Pflanzenfresser dienen.

Anwendungen

Aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe, den sogenannten Simaroubacin-Verbindungen, besitzt die Pflanze ein theoretisches Interesse für die phytochemische Forschung. Bislang liegen jedoch keine etablierten kommerziellen oder medizinischen Anwendungen vor.

In ihren natürlichen Habitaten spielt die Art eine ökologische Rolle als Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten.

Interessante Fakten

Der Gattungsname Simaba leitet sich von einer indigenen Bezeichnung aus Guayana ab, was auf die tiefe Verwurzelung der Gattung in der südamerikanischen Naturgeschichte hinweist.

Giovanni Casaretto sammelte das Typusexemplar während seiner Forschungsreisen in Brasilien zwischen 1838 und 1841. Seine botanischen Notizen spiegeln die reiche Vielfalt der damals noch weitgehend unberührten Küstenwälder wider.

Verbreitungsgebiet

  • Maranhão
  • Rio de Janeiro

Quellen

  • GBIF Secretariat (2025): GBIF Backbone Taxonomy.
  • POWO (2026): Plants of the World Online. Facilitated by the Royal Botanic Gardens, Kew.
  • WFO (2026): World Flora Online.

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos