Orinoco-Simaba (Simaba orinocensis)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Simaba orinocensis: Verbreitung und botanische Merkmale

In den feuchten Wäldern des Orinoco-Beckens und angrenzender Regionen Südamerikas beheimatet, gedeiht diese holzige Pflanze vor allem entlang von Flussläufen. Die Art Simaba orinocensis besiedelt ein weites Areal, das sich über mehrere Länder des Kontinents erstreckt.

Dank ihrer Anpassung an tropische Klimabedingungen ist sie ein fester Bestandteil der dortigen Flusswald-Ökosysteme. Ihre Erstbeschreibung erfolgte durch den bekannten Botaniker Carl Sigismund Kunth im Jahr 1823.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Simaba (Simaba-Baum)
  • Art Simaba orinocensis (Orinoco-Simaba)

Morphologie

Die Art weist spezifische Anpassungen auf, die für das Überleben im tropischen Unterholz und in Flussnähe vorteilhaft sind:

  • Wuchsform: Es handelt sich um einen Strauch oder kleinen Baum mit festem Holz.
  • Blätter: Die Blätter sind wechselständig, unpaarig gefiedert und bestehen aus mehreren ledrigen Fiederblättchen.
  • Blütenstand: Die kleinen, weißlich-grünen Blüten sind in endständigen oder achselständigen Rispen angeordnet.
  • Früchte: Sie bildet steinobstähnliche Früchte aus, die durch Wasser oder Tiere verbreitet werden können.

Anwendungen

Praktische Anwendungen dieser Wildpflanze sind im kommerziellen Maßstab nicht dokumentiert. Allerdings gibt es traditionelle und ökologische Aspekte:

  • Ökologische Bedeutung: Sie stabilisiert Flussufer und bietet Schutz sowie Nahrung für die lokale Fauna.
  • Forschung: Aufgrund der für die Gattung typischen Bitterstoffe wird die Art auf potenzielle bioaktive Verbindungen untersucht.

Interessante Fakten

Die Erforschung dieser Art ist eng mit den großen botanischen Expeditionen des 19. Jahrhunderts verknüpft. Folgende Details sind besonders erwähnenswert:

  • Namensgebung: Das Epitheton orinocensis verweist direkt auf den Fluss Orinoco, an dessen Ufern die ersten Exemplare gesammelt wurden.
  • Chemische Abwehr: Die Pflanze schützt sich durch die Synthese von Quassinoiden vor Insektenfraß, was ihr ein charakteristisch bitteres Holz verleiht.

Verbreitungsgebiet

  • Bolivien
  • Brasilien
  • Kolumbien
  • Ecuador
  • Französisch-Guayana
  • Guyana
  • Peru
  • Suriname
  • Trinidad und Tobago
  • Venezuela

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online
  • WFO: World Flora Online
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • IPNI: International Plant Names Index

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos