Pará-Kalunga (Simaba paraensis)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Simaba paraensis: Verbreitung im Amazonasbecken und botanische Merkmale

In den weiten Tieflandregenwäldern des Amazonasbeckens erstreckt sich das natürliche Verbreitungsgebiet von Simaba paraensis. Diese tropische Holzpflanze wurde im Jahr 1925 von dem bekannten brasilianischen Botaniker Adolpho Ducke wissenschaftlich erstbeschrieben.

Ihr Vorkommen erstreckt sich über die brasilianischen Bundesstaaten Pará, Acre und Roraima bis nach Ecuador.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Sapindales
  • Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • Gattung Simaba (Simaba-Baum)
  • Art Simaba paraensis (Pará-Kalunga)

Morphologie

Die wuchsfreudige Simaba paraensis wächst als mittelgroßer Baum im Kronendach oder im mittleren Stockwerk des Regenwaldes. Ihre morphologischen Kennzeichen umfassen:

  • Borke: Glatte bis leicht gefurchte graubraune Rinde.
  • Blattwerk: Große, ledrige und unpaarig gefiederte Laubblätter von tiefgrüner Farbe.
  • Blütenstände: Dichte, behaarte Rispen mit zart duftenden Einzelblüten.
  • Früchte: Holzige Kapseln oder Steinfrüchte zur Samenausbreitung.

Anwendungen

In den indigenen Gemeinschaften des Amazonasgebietes werden Extrakte aus der Rinde von Simaba paraensis traditionell zur Fiebersenkung genutzt. Die moderne pharmazeutische Forschung zeigt großes Interesse an den darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere Quassinoiden.

Diese Verbindungen werden auf ihre potenziellen antiviralen und antiprotozoischen Eigenschaften hin analysiert.

Interessante Fakten

Benannt wurde die Art nach dem brasilianischen Bundesstaat Pará, der ein wichtiges Zentrum der biologischen Vielfalt im Amazonasgebiet darstellt. Erstbeschreiber Adolpho Ducke leistete Pionierarbeit bei der Katalogisierung der dortigen Baumriesen und beschrieb diese Art während seiner Expeditionen.

Die Rinde weist eine extrem hohe Dichte an Bitterstoffen auf, die Fressfeinde wirksam abwehrt.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien
  • Ecuador

Quellen

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos