Vielblättrige Kalunga (Simaba polyphylla)
Simaba polyphylla – Systematik, Morphologie und Vorkommen
Weit verzweigt erstreckt sich das natürliche Verbreitungsgebiet von Simaba polyphylla über die feuchten Tieflandregenwälder des Amazonasbeckens und Teile Zentralamerikas. Die Spezies besiedelt dichte Primärwälder in Ländern wie Kolumbien, Peru, Ecuador, Costa Rica sowie im Norden Brasiliens.
Die Erstbeschreibung erfolgte zunächst durch den Botaniker Paulo Bezerra Cavalcante, bevor William Wayt Thomas die Art 1985 in die aktuelle systematische Position übertrug. Sie gilt als typischer Vertreter der artenreichen Flora der Neotropis.
Taxonomie
- ∟ царство Plantae
- ∟ Abteilung Tracheophytes
- ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
- ∟ Angiosperms
- ∟ mesangiosperms
- ∟ eudicots
- ∟ Superrosids
- ∟ rosids
- ∟ malvids
- ∟ Ordnung Sapindales
- ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
- ∟ Gattung Simaba (Simaba-Baum)
- ∟ Art Simaba polyphylla (Vielblättrige Kalunga)
Morphologie
Charakteristisch für diese verholzte Pflanze sind die namensgebenden, vielzähligen Fiederblätter, die eine hohe Anzahl an einzelnen Fiederblättchen aufweisen. Diese paarig oder unpaarig gefiederten Blätter sind wechselständig an den Zweigen angeordnet.
Die Blüten sind in endständigen oder achselständigen Rispen angeordnet und weisen schmale Kronblätter auf. Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich ledrige Steinfrüchte, die jeweils einen nährstoffreichen Samen enthalten.
Wie viele andere Vertreter der Familie der Bittereschengewächse synthetisiert diese Art in ihrer Rinde und den Blättern bittere Quassinoide. Diese sekundären Pflanzenstoffe dienen der Abwehr von phytophagen Insekten.
Anwendungen
Die Rinde der Pflanze wird in manchen indigenen Kulturen Südamerikas traditionell wegen ihrer bitteren Eigenschaften geschätzt. In der modernen Phytochemie wird die Spezies gelegentlich auf potenzielle bioaktive Verbindungen untersucht.
Eine forstwirtschaftliche Nutzung findet aufgrund der schweren Zugänglichkeit der Habitate und der geringen Dichte der Populationen nicht statt.
Interessante Fakten
Das Epitheton polyphylla stammt aus dem Griechischen und bedeutet „vielblättrig“, was direkt auf die reiche Fiederung der Laubblätter anspielt.
Dank der Anpassung an das feuchtheiße Klima des tropischen Regenwalds kann die Pflanze in extrem nährstoffarmen, aber humusreichen Waldböden gedeihen.
Verbreitungsgebiet
- Kolumbien
- Peru
- Costa Rica
- Ecuador
- Pará
- Amazonas
- Rondônia
- Französisch-Guayana
Quellen
- GBIF Secretariat (2025): GBIF Backbone Taxonomy.
- POWO (2026): Plants of the World Online. Facilitated by the Royal Botanic Gardens, Kew.
- WFO (2026): World Flora Online.