Weißblütiger Kakaobaum (Theobroma albiflorum)

Cupuaí Cacau-azul
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Theobroma albiflorum: Merkmale, Vorkommen und Nutzung des wilden Kakaos

Im dichten Unterholz des amazonischen Regenwaldes wächst der seltene Baum Theobroma albiflorum, ein enger Verwandter des echten Kakaobaums. Seine auffälligen cremeweißen Blüten unterscheiden ihn visuell stark von anderen Vertretern der Gattung Theobroma. Die Art spielt eine wichtige Rolle im lokalen Ökosystem und liefert essbare Früchte.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Malvales
  • Familie Malvaceae
  • Unterfamilie Byttnerioideae
  • Gattung Theobroma (Kakaobäume)
  • Art Theobroma albiflorum (Weißblütiger Kakaobaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser immergrüne Baum erreicht eine Wuchshöhe von etwa 5 bis 10 Metern. Seine kräftigen Äste tragen einfache, wechselständig angeordnete Blätter. Diese weisen eine charakteristische länglich-eiförmige Form und eine ledrige Oberflächenstruktur auf.

Ein besonderes Merkmal ist die Anordnung der Blütenstände. Folgende Eigenschaften zeichnen diese aus:

  • Die Blüten entspringen im Zuge der Kauliflorie direkt dem Stamm oder älteren Ästen.
  • Sie besitzen auffällige, cremeweiße bis hellgelbe Kronblätter.
  • Die Kelchblätter sind behaart und ebenfalls hell gefärbt.

Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich eiförmige bis kugelige Früchte. Diese holzigen Kapseln sind von einer feinen Behaarung überzogen. In ihrem Inneren bergen sie mehrere Samen, die in ein süß-saures Fruchtfleisch eingebettet sind.

Anwendungen

Die süß-saure Pulpa im Inneren der Frucht ist essbar und wird lokal geschätzt. Die ölreichen Samen können getrocknet und zu einer kakaoähnlichen Paste verarbeitet werden. Eine kommerzielle Nutzung im großen Stil findet jedoch nicht statt.

Interessante Fakten

Der Artname albiflorum verweist auf die charakteristischen hellen Blüten der Pflanze. Im Gegensatz zum echten Kakao wächst diese Art fast ausschließlich wild und ist an die extrem feuchten Bedingungen ungestörter Primärwälder angepasst.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien
  • Venezuela
  • Guyana
  • Suriname
  • Französisch-Guayana

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)

Technische Information

Externe Datenbanken: POWO, Tropicos

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