Seidenpflanzenblütiger Kakaobaum (Theobroma asclepiadiflorum)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Theobroma asclepiadiflorum: Botanik und Lebensraum

Mit ihren charakteristischen, an Schwalbenwurzen erinnernden Blüten bereichert die seltene Wildart Theobroma asclepiadiflorum das Kronendach des südamerikanischen Regenwaldes. Sie wächst als schattentoleranter Baum im feuchten Unterholz der unberührten Primärwälder. Ihre Vorkommen sind auf ungestörte tropische Ökosysteme beschränkt.

Botanisch zeichnet sich diese Wildart durch eine enge Verwandtschaft mit dem bekannten Kakaobaum aus. Dennoch besitzt sie spezifische Anpassungen an die Bestäubung durch spezialisierte Insekten des Waldbodens. Die Erhaltung ihres natürlichen Habitats ist für den Fortbestand dieser Art von entscheidender Bedeutung.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Malvales
  • Familie Malvaceae
  • Unterfamilie Byttnerioideae
  • Gattung Theobroma (Kakaobäume)
  • Art Theobroma asclepiadiflorum (Seidenpflanzenblütiger Kakaobaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Wuchsform von Theobroma asclepiadiflorum entspricht einem kleinen bis mittelgroßen Baum mit ausladenden Ästen. Die Blätter sind lederartig, elliptisch bis länglich geformt und enden in einer ausgeprägten Tröpfelspitze. Markante Blattadern treten auf der Unterseite deutlich hervor.

Die Fortpflanzungsorgane zeigen die typischen Merkmale einer waldangepassten Wildart:

  • Blütenform: Einzelne oder in kleinen Gruppen stehende Blüten, deren Form stark an Schwalbenwurzgewächse erinnert.
  • Stammblütigkeit (Kauliflorie): Die Blüten entwickeln sich direkt am Stamm oder an älteren Ästen.
  • Krone: Kleine, rötlich-braune Petalen mit becherförmigen Basen, die Nektar für Bestäuber anbieten.

Die Früchte sind längliche, holzige Kapseln mit einer ledrigen Schale. Bei Reife enthalten sie mehrere Samen, die in ein spärliches, säuerliches Fruchtfleisch eingebettet sind. Dieses Fruchtfleisch dient Primaten und Nagetieren als Nahrung.

Blütezeit

Unregelmäßig über das Jahr verteilt, oft während feuchterer Perioden

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Aufgrund ihrer Seltenheit hat diese Wildart keine nennenswerte wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Gelegentlich nutzen lokale Gemeinschaften die Samen als Substitut für Kakao oder ernten die Früchte direkt im Wald. Das Holz wird aufgrund des geringen Stammdurchmessers und der Seltenheit nicht forstwirtschaftlich genutzt.

Interessante Fakten

Der Name bezieht sich auf die außergewöhnliche Blütenform, die Ähnlichkeiten mit der Gattung Asclepias aufweist. Kauliflorie hilft dem Baum, Bestäuber in den schattigen, windstillen unteren Schichten des Dschungels anzulocken. Die Samen verlieren nach dem Austrocknen extrem schnell ihre Keimfähigkeit, was die Vermehrung ex situ erschwert.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien
  • Kolumbien
  • Peru

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Theobroma asclepiadiflorum Schult.)
  • WFO: World Flora Online
  • Tropicos: Missouri Botanical Garden

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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