Giler-Kakao (Theobroma gileri)

Berg-Kakao Mountain Cocoa
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Theobroma gileri (Berg-Kakao): Herkunft, Merkmale und Botanik

In den dichten und feuchten Regenwäldern Kolumbiens und Ecuadors wächst eine faszinierende wilde Verwandte des echten Kakaobaums. Diese botanische Rarität gedeiht hauptsächlich im Unterholz schattiger Primärwälder der biogeografischen Chocó-Region. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur genetischen Diversität innerhalb der Gattung Theobroma.

Wissenschaftlich beschrieben wurde die Art im Jahr 1953 von dem spanischen Botaniker José Cuatrecasas. In der Fachliteratur und in Datenbanken wie GBIF wird sie gelegentlich unter dem englischen Trivialnamen Mountain Cocoa geführt.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Malvales
  • Familie Malvaceae
  • Unterfamilie Byttnerioideae
  • Gattung Theobroma (Kakaobäume)
  • Art Theobroma gileri (Giler-Kakao)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser Baum wächst typischerweise im schattigen Unterholz des tropischen Regenwaldes. Die Art lässt sich anhand folgender morphologischer Merkmale identifizieren:

  • Laubblätter: Sie sind wechselständig angeordnet, einfach gebaut und weisen eine deutliche Nervatur auf.
  • Blütenstand: Die Blüten wachsen direkt am Stamm oder an den dickeren Ästen (Kauliflorie).
  • Früchte: Sie sind verhältnismäßig klein und weisen markante Längsrippen auf.

Anwendungen

Die Nutzung dieser wilden Kakaoart beschränkt sich weitgehend auf die lokale Bevölkerung in den Herkunftsgebieten. Die Verwendung umfasst hauptsächlich folgende Bereiche:

  • Fruchtfleisch: Die saftige Pulpa um die Samen wird frisch verzehrt und schmeckt angenehm säuerlich-süß.
  • Forschung: In der landwirtschaftlichen Züchtung dient die Art als genetische Ressource für Krankheitsresistenzen.

Interessante Fakten

Aufgrund ihres begrenzten Verbreitungsgebietes im Chocó-Biom ist diese Art stark von der fortschreitenden Entwaldung betroffen. Viele Populationen sind durch die Umwandlung von Urwäldern in landwirtschaftliche Nutzflächen isoliert worden.

Verbreitungsgebiet

  • Kolumbien
  • Ecuador

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • GBIF: Global Biodiversity Information Facility
  • WFO: World Flora Online

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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