Urwald-Kakao (Theobroma hylaeum)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Theobroma hylaeum: Botanische Merkmale der wilden Kakao-Art

Tief in den feuchten Tieflandregenwäldern Mittel- und Südamerikas findet man Theobroma hylaeum als festen Bestandteil des natürlichen Unterholzes. Seine Verbreitung erstreckt sich vor allem über Panama sowie die kolumbianischen Departements Antioquia und Chocó. Diese Wildart wächst bevorzugt in Regionen mit ganzjährig hohen Niederschlägen.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1964 durch den renommierten Botaniker José Cuatrecasas in seiner taxonomischen Revision der Kakaoverwandten. Der Holotypus der Art stammt aus einem dichten Regenwald nahe Villa Arteaga in Kolumbien.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Malvales
  • Familie Malvaceae
  • Unterfamilie Byttnerioideae
  • Gattung Theobroma (Kakaobäume)
  • Art Theobroma hylaeum (Urwald-Kakao)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser immergrüne Baum erreicht im schattigen Kronendach des Unterholzes eine moderate Wuchshöhe. Zu den botanischen Kennzeichen gehören:

  • Blätter: Sie sind auffallend groß, ledrig, eiförmig-länglich geformt und wechselständig angeordnet.
  • Blüten: Die Blütenstände entwickeln sich direkt an den verholzten Stämmen und älteren Ästen.
  • Früchte: Sie besitzen eine dicke, holzige Schale und enthalten zahlreiche Samen in einer süßlichen Pulpa.

Anwendungen

Aufgrund der Seltenheit und des abgelegenen Habitats dieser Art ist eine kommerzielle Nutzung nicht etabliert. Dennoch gibt es vereinzelte lokale Verwendungen:

  • Frischverzehr: Das süße Fruchtfleisch wird von der lokalen Bevölkerung geschätzt und konsumiert.
  • Wissenschaft: Die Art dient forstbotanischen Studien zur Erforschung der Evolution der Gattung Theobroma.

Interessante Fakten

Der Fundort des Typusexemplars liegt in einer Höhe von etwa 200 Metern über dem Meeresspiegel in extrem feuchten Waldgebieten. Diese ökologische Nische verdeutlicht die Anpassung der Art an dauerhaft nasse Boden- und Luftverhältnisse.

Verbreitungsgebiet

  • Panama
  • Kolumbien

Quellen

  • POWO: Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew)
  • WFO: World Flora Online
  • Tropicos: Missouri Botanical Garden

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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