Wohlschmeckender Kakaobaum (Theobroma sapidum)

Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Theobroma sapidum: Wissenswertes über die neotropische Kakao-Art

In den niederschlagsreichen Regenwäldern der neotropischen Regionen wächst der seltene Baum Theobroma sapidum.

Diese baumartige Wildart zeichnet sich durch ihre Anpassung an das schattige und feuchte Unterholz aus. Sie gehört zur Gattung der Kakaobäume (Theobroma) und teilt viele Merkmale mit bekannteren Verwandten.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung verdanken wir dem Botaniker Henri François Pittier. Seine Arbeiten dokumentierten die reiche Vielfalt der mittel- und südamerikanischen Nutzpflanzen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Malvales
  • Familie Malvaceae
  • Unterfamilie Byttnerioideae
  • Gattung Theobroma (Kakaobäume)
  • Art Theobroma sapidum (Wohlschmeckender Kakaobaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Theobroma sapidum wächst als kleiner bis mittelgroßer Waldbaum mit wechselständigen, ganzrandigen Blättern. Die Blattspreite ist groß, elliptisch und oft spitz zulaufend.

Die Blüten sind typischerweise kauliflor angeordnet und entspringen direkt der Rinde des Stammes. Sie besitzen die für die Gattung charakteristischen, filigranen Blütenhüllblätter und werden primär durch kleine Insekten bestäubt.

Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich fleischige bis holzige Kapselfrüchte. Diese enthalten eingebettet in eine weiche Pulpa mehrere Samen, die reich an pflanzlichen Fetten sind.

Anwendungen

Die lokale Bevölkerung nutzt die Früchte von Theobroma sapidum gelegentlich wegen ihrer süßlichen Pulpa.

Die Samen können ähnlich wie Kakaobohnen verarbeitet werden, weisen jedoch ein anderes Geschmacksprofil auf.

Für die Pflanzenzüchtung stellt die Art ein wertvolles Reservoir für genetische Diversität dar.

Interessante Fakten

Das Epitheton sapidum leitet sich vom lateinischen Wort für wohlschmeckend oder schmackhaft ab.

Dies deutet auf die historische Nutzung der Fruchtpulpa durch die Bewohner der Ursprungsregionen hin.

Verbreitungsgebiet

  • Kolumbien
  • Costa Rica
  • Panama

Quellen

  • Plants of the World Online (POWO). Kew Science.
  • World Flora Online (WFO).
  • Tropicos.org. Missouri Botanical Garden.
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF).

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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