Nebenblatt-Kakao (Theobroma stipulatum)

Cacao de monte Chocolate de monte
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Theobroma stipulatum: Der wilde Cacao de Monte aus Kolumbien

In den feuchten Regenwaldgebieten Kolumbiens wächst der seltene Baum Theobroma stipulatum, der von der lokalen Bevölkerung geschätzt wird. Diese wilde Kakaoverwandte kommt vor allem in den Flussbecken der Region Chocó vor und liefert Samen, aus denen ein schmackhafter Kakao gewonnen werden kann.

Obwohl die Art keine wirtschaftliche Bedeutung auf dem Weltmarkt erlangt hat, stellt sie ein wichtiges Element der lokalen Kultur und Biodiversität dar. Traditionell nutzen die indigenen Gemeinschaften die Samen für die Zubereitung von heißem Kakao.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Malvales
  • Familie Malvaceae
  • Unterfamilie Byttnerioideae
  • Gattung Theobroma (Kakaobäume)
  • Art Theobroma stipulatum (Nebenblatt-Kakao)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieser immergrüne Baum erreicht eine beeindruckende Wuchshöhe von bis zu 30 Metern und weist einen kräftigen Stamm mit einem Durchmesser von bis zu 45 Zentimetern auf. Seine Laubblätter zeichnen sich durch eine beträchtliche Größe und eine charakteristische Kaffeefärbung aus, wobei die feinen Blattadern deutlich hervortreten.

Die Blüten entwickeln sich typischerweise direkt am Stamm oder an den älteren Ästen, ein Phänomen, das in der Botanik als Kauliflorie bekannt ist. Aus den befruchteten Blüten gehen holzige Früchte hervor, die zahlreiche eiförmige Samen enthalten.

Anwendungen

Die primäre Nutzung dieser Art beschränkt sich auf die Gewinnung der Samen zur Herstellung von traditioneller Schokolade. Lokale Gemeinschaften fermentieren und rösten die Samen, um ein aromatisches Kakaopulver zu erzeugen.

Im Gegensatz zum echten Kakaobaum (Theobroma cacao) gibt es für diese Wildart jedoch keine kommerzielle Plantagenwirtschaft oder nennenswerten internationalen Handel.

Interessante Fakten

  • Die Art wurde erst im Jahr 1951 durch den berühmten spanischen Botaniker José Cuatrecasas wissenschaftlich beschrieben.
  • Der lateinische Artname stipulatum verweist auf die auffälligen Nebenblätter (Stipeln) der Pflanze.
  • In Kolumbien dient das Fruchtfleisch anderer regionaler Pflanzen, wie Oenocarpus bataua, als traditionelle Ergänzung oder Ersatz für Kakao-Getränke.

Verbreitungsgebiet

  • Kolumbien

Quellen

  • World Flora Online (WFO)
  • Plants of the World Online (POWO)
  • Field Museum of Natural History (Fieldiana, Botany)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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