Samt-Kakaobaum (Theobroma velutinum)

Wilder Kakao Cacaurana Busi kakao Cacao sauvage

Theobroma velutinum: Sahniger Wildkakao des Guayana-Schilds

Im schattigen Unterholz der nicht überschwemmten neotropischen Terra-Firme-Wälder wächst der seltene Theobroma velutinum. Dieser kleine, wilde Verwandte des Kakaobaums ist auf dem Guayana-Schild sowie im nördlichen Amazonasbecken beheimatet. Die Art zeichnet sich durch ihre essbaren Früchte und auffällig duftenden Blüten aus.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • Superrosids
  • rosids
  • malvids
  • Ordnung Malvales
  • Familie Malvaceae
  • Unterfamilie Byttnerioideae
  • Gattung Theobroma (Kakaobäume)
  • Art Theobroma velutinum (Samt-Kakaobaum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Der Baum reaches eine Wuchshöhe von 10 bis maximal 14 Metern und besitzt eine graue, weiß gefleckte Rinde sowie cremefarbenes Holz. Seine großen Blätter sind auf der Oberseite kahl und runzelig, während die Unterseite dicht mit grauen oder rötlich-braunen Sternhaaren besetzt ist. Diese samtige Behaarung schützt das Laub vor Feuchtigkeitsverlust und Schädlingsbefall.

Die dunkelroten Blüten verströmen einen intensiven Zitronenduft und entspringen direkt dem Stamm oder älteren Ästen. Die daraus entstehenden gelben Fruchtkapseln weisen folgende charakteristische Merkmale auf:

  • Länge von etwa 8 bis 10 cm
  • Fünf dicke Längsrippen an der Außenseite
  • Eine dichte, samtig-filzige Behaarung
  • Etwa 15 bis 30 Samen eingebettet in weißes Fruchtfleisch

Blütezeit

Blütezeit hauptsächlich im April sowie von September bis November; Fruchtreife im Mai und August

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Die wichtigste lokale Verwendung betrifft das frisch geerntete Fruchtfleisch der reifen Kapseln. Die gallertartige Pulpa umhüllt die Samen und wird von der einheimischen Bevölkerung gern roh verzehrt. Die weichen Samen selbst sind essbar und schmecken im frischen Zustand angenehm mild.

Interessante Fakten

Die Erstbeschreibung dieser Art erfolgte historisch bereits im Jahr 1775 durch den französischen Botaniker Fusée-Aublet unter dem Namen Cacao guianensis. In ökologischer Hinsicht wird vermutet, dass die Verbreitung der großen Samen einst von der ausgestorbenen Megafauna des Pleistozäns übernommen wurde. Heute sind vor allem Nagetiere und Primaten für die Verteilung im Regenwald verantwortlich.

Verbreitungsgebiet

  • Suriname
  • Französisch-Guayana
  • Brasilien

Quellen

  • Royal Botanic Gardens, Kew: Plants of the World Online (POWO)
  • World Flora Online (WFO)
  • Tropicos.org, Missouri Botanical Garden
  • Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  • Inventaire National du Patrimoine Naturel (INPN)

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

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