Clarno-Muskatnusseibe (Torreya clarnensis)

Torreya clarnensis – Ausgestorbene Eibengewächs-Art aus dem Eozän

Fossile Samenfunde aus den mittleren Eozän-Sedimenten der Clarno-Formation in Oregon dokumentieren die prähistorische Existenz von Torreya clarnensis, einer ausgestorbenen Nadelholzart. Diese botanische Spezies wird der Familie der Eibengewächse (Taxaceae) zugeordnet und ist ausschließlich durch fossile Überreste aus verkieseltem Tonschiefer belegt. Die Entdeckung liefert wertvolle Einblicke in die Flora Nordamerikas vor etwa 43 bis 45 Millionen Jahren.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • Abteilung Pinophyta
  • Unterklasse Cupressidae
  • Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • Familie Taxaceae (Eibengewächse)
  • Gattung Torreya (Torrey-Eibe)
  • Art Torreya clarnensis (Clarno-Muskatnusseibe)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die fossilen Samen dieser Art zeichnen sich durch spezifische strukturelle Merkmale aus:

  • Samenform: Die Samen sind spindelförmig und bilateral symmetrisch mit einer deutlich zugespitzten Spitze sowie einer scharfen Basis.
  • Dimensionen: Die Gesamtlänge der Samen bewegt sich im Bereich von 19,5 bis 20,8 Millimetern, während die Breite bei etwa 10,7 bis 11,3 Millimetern liegt.
  • Oberflächenstruktur: Ein umgekehrt-eiförmiger Querschnitt mit einer spitz abgerundeten Basis, an der ursprünglich ein Samenmantel anhaftete, sowie ein gekielter Apex zeichnen die Morphologie aus.

Interessante Fakten

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung von Torreya clarnensis erfolgte 1994 durch den Paläobotaniker Steven R. Manchester. Folgende Aspekte machen diesen Fund besonders bemerkenswert:

  • Benennung: Das Artepitheton verweist direkt auf die Clarno-Formation, den Fundort der Typusexemplare in Oregon.
  • Fossiliensammlung: Die Fundstücke stammen aus einer umfassenden Sammlung von rund 20.000 Stücken, die zwischen 1942 und 1989 zusammengetragen wurden.
  • Aufbewahrungsort: Der Holotypus wird im Florida Museum of Natural History aufbewahrt, während die Paratypen in der Smithsonian Institution in Washington, D.C., gelagert sind.

Verbreitungsgebiet

  • Oregon, USA (fossil)

Quellen

  • Manchester, S. R. (1994). Fruits and seeds of the Middle Eocene Nut Beds Flora, Clarno Formation, Oregon. Palaeontographica Americana 58: 1–205.
  • Florida Museum of Natural History (UF 6510)
  • National Museum of Natural History, Smithsonian Institution (USNM 353966, 422380)

Siehe auch

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