Kriechende Japanische Nusseibe
Eine an schneereiche Bedingungen angepasste, kriechende Varietät der japanischen Nusseibe.
Seit Jahrhunderten hallt der klare, melodische Klang von Go-Steinen über Bretter, die aus dem edlen, goldgelben Holz der Japanischen Nusseibe gefertigt wurden. In den nebligen Bergwäldern Südjapans und der koreanischen Insel Jeju wächst diese langlebige Konifere heran.
Dieser als Kaya bekannte Baum zeichnet sich durch ein extrem langsames Wachstum aus, was seinem Holz eine unvergleichliche Dichte verleiht. Neben der handwerklichen Bedeutung schätzen die Menschen in Ostasien auch die ölreichen, nussartigen Samen des Baumes.
Die Torreya nucifera wächst als immergrüner, sehr langsam wüchsiger Nadelbaum heran, der Wuchshöhen von 15 bis 25 Metern erreicht. Ihr gerader Stamm kann einen Durchmesser von bis zu 1,5 Metern aufweisen und trägt eine graubraune bis rötliche Rinde, die im Alter in dünnen Streifen abblättert.
Die charakteristischen Nadeln weisen folgende botanische Merkmale auf:
Als subdiözische Pflanze trägt ein Baum meist überwiegend männliche oder weibliche Blütenorgane. Die kugeligen männlichen Blütenzapfen sind 5 bis 6 Millimeter groß. Die weiblichen Zapfen stehen in kleinen Gruppen und reifen über einen Zeitraum von 18 bis 20 Monaten zu einer eiförmigen, fleischig umhüllten Samenfrucht heran.
Die Bestäubung erfolgt im Frühjahr von April bis Mai.
Das wertvollste Produkt der Japanischen Nusseibe ist ihr feines, goldgelbes Holz, das traditionell für die Herstellung hochwertiger Go- und Shōgi-Spielbretter verwendet wird. Es besitzt eine feine Maserung und erzeugt beim Aufsetzen der Spielsteine einen charakteristischen, hellen Klang. Da die Wildbestände streng geschützt sind und nur natürlich abgestorbene Bäume verwertet werden dürfen, erzielen historische Bretter Preise von mehreren Tausend Dollar.
Darüber hinaus lassen sich weitere traditionelle und moderne Nutzungsformen identifizieren:
Ein besonders berühmtes Exemplar der Japanischen Nusseibe steht am Nagoya-Schloss in Japan. Dieser über 600 Jahre alte Baum überlebte die schweren Luftangriffe des Jahres 1945 und gilt als wichtiges Naturdenkmal. Historischen Berichten zufolge schmückte der Daimyō Tokugawa Yoshinao vor Schlachten seine Speiseplatte mit Nüssen dieses Baumes als Glücksbringer.
Weitere faszinierende Aspekte rund um diese außergewöhnliche Konifere sind:
Eine an schneereiche Bedingungen angepasste, kriechende Varietät der japanischen Nusseibe.
Eine seltene botanische Form der japanischen Nusseibe mit charakteristischen kugelförmigen Samen.
Eine seltene Varietät der japanischen Kaya-Eibe, die sich durch markante, fast perfekt kugelförmige Samen auszeichnet. Ihr aromatisches Holz ist im …