Jacks Nusseibe (Torreya jackii)

Langblättrige Nusseibe

Torreya jackii (Jacks Nusseibe): Merkmale und Gefährdung

Unter den seltenen Nadelgehölzen Ostchinas fällt Torreya jackii besonders durch seine extrem langen, duftenden Nadeln auf. Dieses Nadelgehölz wächst meist strauchförmig, kann aber unter optimalen Bedingungen auch die Statur eines kleinen Baumes annehmen.

Die Bestände dieser Art sind in den letzten 150 Jahren drastisch zurückgegangen, weshalb sie heute streng geschützt ist. Hauptgründe für den Rückgang sind die intensive forstwirtschaftliche Nutzung und die Umwandlung ihrer Lebensräume in Agrarflächen.

Taxonomie

Morphologie

Die Wuchsform von Torreya jackii ist meist strauchartig, seltener bildet sich ein kleiner Baum mit einer Höhe von bis zu 12 Metern. Die Borke ist grau bis dunkelgrau und blättert in charakteristischen Schuppen ab, wodurch die hellere innere Rinde sichtbar wird.

  • Nadeln: Sie sind mit einer Länge von meist 3,5 bis 7 Zentimetern die längsten in der gesamten Gattung und verströmen beim Zerreiben einen angenehm aromatischen Duft.
  • Zapfen: Die männlichen Pollenzapfen stehen einzeln in den Nadelachseln und sind blassgelb gefärbt.
  • Samen: Die Samen werden von einem glatten, eiförmigen Arillus umschlossen, der sich bei der Reife im Herbst rötlich-gelb färbt.

Anwendungen

In der lokalen chinesischen Landwirtschaft wird das feste und wohlriechende Holz von Torreya jackii zur Herstellung von Geräten und Gebrauchsgegenständen geschätzt. Die Nadeln verströmen beim Verbrennen einen aromatischen Duft, der an Sandelholz erinnert und traditionell genutzt wird.

In der modernen medizinischen Forschung werden Extrakte aus der Rinde und den Nadeln auf ihre Wirksamkeit gegen Krebszellen hin untersucht. Außerhalb Chinas findet man diese Art jedoch fast ausschließlich in spezialisierten botanischen Gärten.

Interessante Fakten

Das Artepitheton ehrt den kanadisch-amerikanischen Botaniker John George Jack, der als Lehrer des Erstbeschreibers Woonyong Chun am Arnold-Arboretum tätig war. Chun beschrieb die Art offiziell im Jahr 1925.

Eine Besonderheit dieser Art ist die fleischige Rinde ihrer Wurzeln, welche in der Lage ist, Wasser effizient zu speichern. Diese anatomische Anpassung hilft der Pflanze, auch längere Trockenperioden in ihren felsigen Lebensräumen zu überstehen.

Verbreitungsgebiet

  • Zhejiang
  • Fujian
  • Jiangxi

Quellen

  • IUCN Red List: Rote Liste der gefährdeten Arten
  • POWO: Plants of the World Online (Kew Science)
  • WFO: World Flora Online
  • Tropicos: Botanischer Garten Missouri

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos