Scheinsaracha-Schlafbeere (Withania chamaesarachoides)

Chamaesaracha-ähnliche Withania Yamahōzuki
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Withania chamaesarachoides – Verbreitung & Botanische Fakten

In den schattigen Bergwäldern und feuchten Schluchten Ostasiens verbirgt sich ein zierlicher Vertreter der Nachtschattengewächse. Die Pflanze Withania chamaesarachoides wächst bevorzugt an kühlen, humusreichen Standorten unter dem dichten Blätterdach der Bäume. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Teile Chinas, Taiwans und Japans.

Durch ihren kriechenden bis aufsteigenden Wuchs bleibt sie im dichten Unterholz oft unauffällig. Botaniker nutzen molekulare Marker, um ihre Verwandtschaftsverhältnisse zu anderen Gattungen der Familie zu entschlüsseln. Die Art reagiert empfindlich auf Störungen ihres natürlichen Lebensraums.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Solanales
  • Familie Solanaceae
  • Unterfamilie Solanoideae
  • Tribus Physaleae
  • Gattung Withania (Schlafbeeren)
  • Art Withania chamaesarachoides (Scheinsaracha-Schlafbeere)

Lebendiger Puls

Morphologie

Dieses mehrjährige Kraut weist einen schlanken, oft niederliegenden Stängel auf, der Längen von 20 bis 50 Zentimetern erreicht. Die zierliche Struktur der Pflanze zeigt folgende Charakteristika:

  • Laubblätter: Die zarten Blätter sind eiförmig und weisen auf beiden Seiten eine feine Behaarung auf.
  • Blüten: Die kleinen, grünlich-weißen Blüten stehen einzeln in den Blattachseln.
  • Kelch: Die Fruchthülle vergrößert sich nach der Anthese nur mäßig und umschließt die Beere locker.

Blütezeit

Frühling bis Sommer (Mai bis Juli)

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Es liegen keine Berichte über eine kommerzielle oder medizinische Verwendung dieser Art vor. Als typischer Wildpflanze kommt ihr vor allem ein Wert für die Erhaltung der lokalen Biodiversität zu. Sie dient als Nahrung für pflanzenfressende Insekten und bereichert die montane Flora.

Interessante Fakten

Das Artepitheton chamaesarachoides verweist auf die Ähnlichkeit mit der Gattung Chamaesaracha. Diese Namensgebung deutet auf die morphologische Zwischenstellung der Art hin. In Japan wird sie als "Yamahōzuki" bezeichnet, was "Berg-Blasenkirsche" bedeutet.

Im Gegensatz zu einigen nahen Verwandten sind ihre Fruchthüllen weder stark aufgeblasen noch stachelig. Dies macht die Art zu einem interessanten Studienobjekt für die Evolution von Fruchtschutzmechanismen bei Nachtschattengewächsen.

Verbreitungsgebiet

  • China
  • Taiwan
  • Japan

Quellen

  • POWO (2026): Plants of the World Online. Royal Botanic Gardens, Kew.
  • WFO (2026): World Flora Online Consortium.
  • GBIF Secretariat (2026): Global Biodiversity Information Facility.

Technische Information

Taxonsynonyme: Physaliastrum chamaesarachoides, Archiphysalis chamaesarachoides

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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