Stachelige Schlafbeere (Withania echinata)

Stachelige Withania Physaliastrum echinatum Физалиаструм иглистый Igahōzuki
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Withania echinata (Stachelige Withania) – Herkunft & Beschreibung

Unter den ostasiatischen Nachtschattengewächsen sticht eine Art durch ihre bizarren Fruchtstrukturen hervor. Die als Withania echinata bekannte Pflanze besiedelt feuchte Nadel- und Mischwälder sowie grasige Hänge. Sie ist in Russland, China und auf den japanischen Inseln verbreitet.

Ihre auffälligen Fruchthüllen erinnern an die stacheligen Becher von Kastanien. Diese evolutionäre Besonderheit dient vermutlich dem Schutz vor Fraßfeinden. Botanisch gehört die Art zur nahen Verwandtschaft der bekannteren Blasenkirschen.

Taxonomie

  • царство Plantae
  • Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • Angiosperms
  • mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • eudicots
  • asterids
  • Ordnung Solanales
  • Familie Solanaceae
  • Unterfamilie Solanoideae
  • Tribus Physaleae
  • Gattung Withania (Schlafbeeren)
  • Art Withania echinata (Stachelige Schlafbeere)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die Pflanze wächst als ausdauerndes Kraut und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern. Ihre aufrechten Stängel sind meist locker behaart oder verkahlend. Die wichtigsten morphologischen Erkennungsmerkmale umfassen:

  • Laubblätter: Die Blätter weisen eine eiförmige bis elliptische Gestalt mit glattem oder leicht gewelltem Rand auf.
  • Fruchthülle: Der Kelch vergrößert sich nach der Blüte stark zu einer kugeligen Struktur.
  • Bestachelung: Die Oberfläche der Fruchthülle ist dicht mit weichen, nadelartigen Borsten bedeckt.

Blütezeit

Sommer (Juni bis August)

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

Eine gezielte forst- oder landwirtschaftliche Nutzung dieser Wildpflanze ist nicht dokumentiert. Aufgrund potenziell giftiger Inhaltsstoffe in den Pflanzenteilen wird von einem Verzehr dringend abgeraten. Gelegentlich wird sie in der traditionellen asiatischen Volksmedizin erwähnt.

Die ökologische Bedeutung liegt in der Bereitstellung von Nahrung für spezialisierte Bestäuber während der Sommerblüte. Zudem schützt das dichte Wurzelwerk den Waldboden vor Erosion.

Interessante Fakten

Der botanische Artname echinata leitet sich vom lateinischen Wort für Igel ab. Dies bezieht sich direkt auf die stachelige Fruchthülle, die im Pflanzenreich der Nachtschattengewächse sehr selten ist. In Japan wird die Art treffend als "Igahōzuki" bezeichnet, was übersetzt "Stachelige Blasenkirsche" bedeutet.

Lange Zeit wurde die Art unter dem Namen Physaliastrum echinatum geführt. Neuere taxonomische Revisionen ordneten sie schließlich der Gattung Withania zu.

Verbreitungsgebiet

  • China
  • Russland
  • Japan

Quellen

  • POWO (2026): Plants of the World Online. Royal Botanic Gardens, Kew.
  • WFO (2026): World Flora Online Consortium.
  • GBIF Secretariat (2026): Global Biodiversity Information Facility.

Technische Information

Taxonsynonyme: Physaliastrum echinatum

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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