Dolden-Pussypaws (Spraguea umbellata)

Pussy paws
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Spraguea umbellata: Merkmale, Vorkommen und Besonderheiten

In den sandigen Gebirgsregionen des westlichen Nordamerikas entfaltet Spraguea umbellata ihre charakteristischen, kissenartigen Blattrosetten. Die Pflanze besiedelt bevorzugt nährstoffarme, gut durchlässige Böden in Kiefernwäldern und alpinen Zonen.

Besonders auffällig sind ihre dichten, schirmartigen Blütenstände, die optisch an kleine, weiche Katzenpfoten erinnern. Diese visuelle Eigenheit spiegelt sich auch in der populären englischen Bezeichnung wider.

Taxonomie

Morphologie

Die fleischigen Blätter bilden eine bodenständige, dichte Rosette von löffelförmiger Gestalt. Aus dieser Basis entspringen meist flach auf dem Boden liegende, rötlich gefärbte Stängel mit einer Länge von bis zu 30 Zentimetern.

Der endständige Blütenstand besteht aus dichten, kopfigen Trugdolden, die von zahlreichen kleinen Einzelblüten gebildet werden. Die auffälligen, papierartigen Kelchblätter sind oft rosa oder weißlich gefärbt und überdauern die eigentliche Blütezeit.

Eine kräftige Pfahlwurzel verankert die Pflanze tief im lockeren Untergrund und sichert die Wasserversorgung. Diese anatomische Anpassung ermöglicht das Überleben in extrem trockenen und kiesigen Habitaten.

Blütezeit

Spätfrühling bis Sommer

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Name
Dez

Anwendungen

In der naturnahen Gartengestaltung eignet sich die Art hervorragend für Steingärten und alpine Alpinarien. Sie dient dort als attraktiver Bodendecker, der karge und sandige Flächen optisch aufwertet.

Zudem erfüllt die Pflanze wichtige ökologische Funktionen, indem sie den erosionsempfindlichen Boden stabilisiert. Ihre Blüten bieten eine wertvolle Nektarquelle für verschiedene alpine Insektenarten.

Interessante Fakten

  • Namensgebung: Der volkstümliche englische Name bezieht sich auf das Aussehen der Blütenstände, die an flauschige Katzenpfoten erinnern.
  • Windausbreitung: Die trockenen Kelchblätter fungieren nach der Fruchtreife als Segel, um die Samen über weite Strecken zu verbreiten.
  • Farbwechsel: Während der Reifung verändern die Blüten ihre Farbe von einem kräftigen Rosa zu einem zarten, papierartigen Weiß.

Verbreitungsgebiet

  • Vereinigte Staaten
  • Kanada

Natürliche Varietäten

Technische Information

Externe Datenbanken: POWO, Tropicos